Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU München wählt Studenten nach Eignung aus

14.09.2000


... mehr zu:
»Biochemie »Biotechnologie »Semester
Ein gutes Abiturzeugnis genügt nicht

Ein gutes Abiturzeugnis allein genügt für die Aufnahme in die

Technische Universität München nicht mehr: Zum kommenden Wintersemester wurden für die neuen Bachelor/Master-Studiengänge Molekulare Biotechnologie und Biochemie die Studenten nach Eignungskriterien ausgewählt.

Im Bewerbungsschreiben mussten die Studieninteressenten ihre Motivation für den Studienwunsch erklären. Besonderen Wert legte die Auswahlkommission aus Professoren der Biowissenschaften und Chemie darauf, dass die Kandidaten die Eignungsvoraussetzungen in den naturwissenschaftlichen Fächern und der englischen Sprache erfüllen. Außerdem wurden studienrelevante Aktivitäten berücksichtigt, beispielsweise Betriebspraktika oder die Teilnahme an Wettbewerben. Die vorausgewählten Bewerber wurden zu einem persönlichen Gespräch mit zwei Professoren eingeladen, das u.a. der Darstellung der Studienanforderungen und der Diskussion tagesaktueller Fragen der Biowissenschaften diente.

Mit dem Eignungsfeststellungsverfahren beschreitet die TU München einen neuen Weg, um die für das Profil und die Anforderungen eines Studiengangs am besten geeigneten Studenten zu finden. Die Hochschule erhofft sich durch das aufwändige Auswahlverfahren auch einen Beitrag zur Minderung der hohen Studienabbrecherquoten, die an den deutschen Universitäten zurecht beklagt werden. "Wir sind als Hochschule in der Pflicht, Studienfehlentscheidungen vermeiden zu helfen. Wir helfen damit der jungen Akademikergeneration in ihrer Lebensplanung und verbessern gleichzeitig die Qualität des Studiums", sagt TU-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann zur Absicht der Hochschule, Zug um Zug allen Studiengängen die Eignungsfeststellung vorzuschalten.

In den neuen Studiengängen sind die Studentinnen in der Mehrzahl: In die Molekulare Biotechnologie wurden 29 Bewerber aufgenommen (davon 19 Frauen), in die Biochemie 23 Studierende (davon 15 Frauen). Insgesamt wurden rund 30 Prozent der Bewerber zum Studium zugelassen.

Die beiden neuen Studiengänge sind in besonderer Weise interdisziplinär und forschungsnah angelegt. Sie beginnen auf einem hohen mathematisch-naturwissenschaftlichen Niveau. Die Molekulare Biotechnologie ist dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan zugeordnet, der Studiengang Biochemie der Fakultät für Chemie in Garching. Beide Studiengänge sind bis zum Ende des 4. Semesters inhaltlich eng miteinander verknüpft, teilweise finden gemeinsame Lehrveranstaltungen statt. Nach dem 6. Semester erwerben die Studierenden mit dem internationalen Titel Bachelor of Science einer ersten berufsbefähigenden Abschluss, nach dem neunte Semester schließen die Studiengänge mit dem Master ab.

 Dieter Heinrichsen M.A. |

Weitere Berichte zu: Biochemie Biotechnologie Semester

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften