Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Diplom-Studiengang an Saar-Uni: Mikro- und Nanostrukturen

06.10.2000


Die Physik und Elektrotechnik der Saar-Uni haben einen neuen Diplomstudiengang Mikro- und Nanostrukturen zum Wintersemester 2000/2001 eingerichtet.

Wer an der aufregenden Entdeckungsreise in die Nanowelt teilnehmen möchte, ist an der Saar-Uni genau richtig. Wer außerdem noch gerne an der Entwicklung neuer Technologien mitarbeiten würde und erfahren will, wie der Computer zur Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen eingesetzt wird, der kommt im neuen Studiengang "Mikro- und Nanostrukturen" voll auf seine Kosten.
Übrigens:
Nach dem Studienabschluss eröffnen sich exzellente Berufsaussichten in Forschung und Industrie, denn allein in den angestammten Gebieten der Physik werden schon mehr als dreimal so viele Absolventen nachgefragt, als im Moment zur Verfügung stehen.

Was sind Mikro- und Nanostrukturen?

Mikrostrukturen bestimmen unser Leben bereits mehr als wir gewöhnlich im Alltag bewusst wahrnehmen. Unsere Handys sind nur deshalb so handlich, weil dort inzwischen mikrostrukturierte Materialien Anwendung finden, die in den vergangenen Jahrzehnten von neugierigen Wissenschaftlern entdeckt und erforscht wurden. Die Festplatten im PC fassen nur deshalb immer mehr Daten bei gleichbleibender Größe, weil neueste Erkenntnisse über die physikalischen Eigenschaften verschiedener Materialien durch findige Ingenieurskunst immer wieder schnell in die Anwendung umgesetzt werden. Ohne derartige Fortschritte wäre die heutige Verbreitung von Unterhaltungselektronik, Informationstechnologie und Internetkultur unvorstellbar.
Auch die gesamte belebte Welt wird von Vorgängen auf Nano-Ebene bestimmt. Die Nanowelt zeichnet sich durch unvorstellbare Kleinheit aus. Ein Millimeter, etwa die Breite eines Zeitungsbuchstabens, enthält eine Million Nanometer. Die Erbsubstanz DNS ist etwa 2½ Nanometer schmal. Wer die Codes der DNS enträtseln möchte, muß in diese faszinierende Miniaturwelt eindringen.
Nanotechnologien geben uns Werkzeuge an die Hand, mit den Bausteinen der Natur zu spielen und sie haben das Potential, die Menschheit mit vorher nie da gewesenen Kontrollmechanismen über die materielle Welt auszustatten.

Das neue Studienangebot der Saar-Uni:

Der neue Studiengang "Mikro- und Nanostrukturen" ist anwendungsorientiert und zugleich eingebettet in ein ideales Forschungsumfeld, denn die Nano-Bio-Technologie ist einer der Forschungsschwerpunkte der Saar-Uni. Neben der Gelegenheit zu aktiver Grundlagenforschung wird viel Wert gelegt auf Mitarbeit in Projektgruppen. Vorlesungen im überschaubaren Rahmen und Übungen in Kleingruppen mit persönlicher Betreuung zum Teil durch Lehrbeauftragte aus der beruflichen Praxis garantieren optimale Studienbedingungen.
Abschluss: Diplom-Physiker oder Diplom-Ingenieur (je nach Schwerpunktsetzung im Hauptstudium). Regelstudienzeit: 10 Semester.
Der erste Studienabschnitt enthält etwa gleichwertige Anteile aus Mathematik, Physik, Technik, Informatik, zuzüglich Bionik und Chemie für Ingenieure.
Der zweite Studienabschnitt enthält im Pflichtbereich als Fächer aus der Physik Quantenmechanik und Statistische Mechanik, Festkörperphysik und Nanostrukturphysik, sowie aus der Elektrotechnik Fächer der Festkörperelektronik und solche, die auf der Schnittstelle zur angewandten Physik liegen.
Die Schwerpunktbildung erfolgt durch die Auswahl aus folgenden Bereichen:
-adaptive und heterogene Mikrosysteme
-Aktoren auf der Basis neuer Werkstoffe
-biomedizinische, mikro- und nanostrukturierte Sensoren
-Dünne Schichten und magnetische Nanostrukturen
-Nanokomposite
-Polymere
-Oberflächenphysik
-komplexe und niedrigdimensionale Systeme
-Nano-Bio-Technologie
-Computersimulationen
In das Studium eingeordnet sind berufspraktische Tätigkeiten von acht Wochen zum Erwerb des Vordiploms und von insgesamt dreizehn Wochen bis zum Erwerb des Diploms. Die starke Praxisorientierung wird unter anderem dadurch erreicht, dass ein Teil der Praktika in Form einer Projektarbeit absolviert werden kann.
Die Diplomphase umfasst ca. zwölf Monate. Nach einer Vorbereitungszeit von bis zu drei Monaten sind sechs bzw. neun Monate für die Studienarbeiten und Diplomarbeit vorgesehen.
Die Diplomarbeit kann so angelegt werden, dass man als aktiver Mitarbeiter Einblick erhält in gemeinsame Forschungsprojekte von Lehrstühlen der Physik und Elektrotechnik und bietet somit ein exzellentes "Training on the Job" zu Themen der Spitzenforschung.
Für den Studiengang wird eine internationale Ausrichtung angestrebt. Deshalb werden ausgewählte Fächer in englischer (evtl. auch in französischer) Sprache angeboten. Auslandspraktika während des Studiums und die Vermittlung von Forschungsaufenthalten im Anschluss an ein Studium werden durch hierfür beauftragte Professoren professionell unterstützt. Die Saarbrücker Physiker und Elektro-Ingenieure engagieren sich in international angelegten Forschungsverbünden und pflegen Kontakte zu Wissenschaftlern und Unternehmen weltweit.

Interessiert?
Weitere Infos gibt’s beim
Studiendekanat der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät II,
Physik und Elektrotechnik,
bei Herrn Professor Dr. rer. nat. Walter Zimmermann
unter Tel. 0681-302-2763,
E-mail: wz@lusi.uni-sb.de,
oder
http://www.uni-saarland.de/fak7/physik/Welcome.html http://www.uni-saarland.de/verwalt/student/studsekr/fach/f677.html

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Tamara Weise | idw

Weitere Berichte zu: Elektrotechnik Nanostruktur Nanowelt Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

nachricht Neues Ausbildungsjahr startet mit acht modernisierten Berufen
27.07.2016 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

300 Experten diskutieren auf größter Entrepreneurship-Konferenz im deutschsprachigen Raum

26.09.2016 | Veranstaltungen

Idealer Ablauf für GMP-konforme Projekte

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phänotyp auf Knopfdruck

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Effiziente elektrische Antriebe: TU Graz startet Christian Doppler Labor

26.09.2016 | Maschinenbau

Methodenentwicklung an BESSY II: Automatische Auswertung beschleunigt die Suche nach neuen Wirkstoffen

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie