Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Formen der Studienwerbung praktiziert

27.09.2000


... mehr zu:
»Naturwissenschaft »Praktikum
Frauenministerin Dr. Gerlinde Kuppe und Kultusminister Dr. Gerd Harms informierten sich am Dienstag, dem 26. September 2000, an der Otto - von - Guericke - Universität Magdeburg über das Projekt zur Gewinnung von
Frauen für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge.

25 junge Frauen absolvierten ein dreimonatiges Praktikum in den Fakultäten Naturwissenschaften, Informatik, Maschinenbau und Verfahrens- und Systemtechnik der Universität. Ziel des Projektes war es u.a., über projektbezogene Aufgaben in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereichen die Schwellenangst bei Mädchen abzubauen und gleichzeitig die Entscheidungsfindung für ein Studium in den genannten Bereichen zu fördern, informierte Frauenministerin Dr. Gerlinde Kuppe. Das Angebot nach dem Abitur, vor Aufnahme des Studiums, ein Praktikum an einer Uni zu absolvieren, ist bundesweit das 1. Modellprojekt, so die Ministerin.

Auf die Frage der Ministerin, ob dieses Praktikum die Entscheidungsfindung beeinflusst habe, antworteten die jungen Frauen, dass die direkte Einbindung in Aufgaben der Fakultät Spaß gemacht habe und sie sich in ihrer Studienwahl bestätigt fühlen. Immerhin werden 13 der 25 Praktikantinnen an der Magdeburger Uni ein Studium beginnen, was Rektor Pollmann als gute Entscheidung für die Uni, sowohl für das attraktive Studienangebot als auch für die hervorragende Betreuung und gerätetechnische Ausstattung wertete. Dr. Harms äußerte sich zufrieden über die Ergebnisse dieses Praktikums. Es trüge auch dazu bei, sich bei der Vielfalt der angebotenen Studiengänge orientieren zu können. In diesem Zusammenhang regte der Minister an, dass beispielsweise Doktorandinnen und Doktoranden der Uni, in direkten Kontakt mit Schulen treten, damit die jungen Leute aus erster Hand informiert werden und ihr Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen geweckt werde.

In der Fakultät für Naturwissenschaften waren sieben Praktikantinnen in projektbezogene Aufgaben der Grundlagenforschung einbezogen worden. Anika Strich beispielsweise führte computergestützte Messungen von Oszillationen biologischer Systeme mit entsprechender Bildauswertung durch. Teilweise flossen die Messergebnisse in eine Promotionsarbeit ein und wurden kürzlich sogar auf einer Tagung in Boston in einem Vortrag vorgestellt. Dieses Praktikum, so das junge Mädchen, hat ihren Entschluss gefestigt, Biologie zu studieren. Ebenso bei Kerstin Reinemann, die in der Fakultät für Informatik arbeitete und an verschiedenen Projekten forschte, war begeistert vom Praktikum und sieht sich in ihrer Entscheidung, Informatik zu studieren, nur bestärkt.

An dem mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierten und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Angestelltenakademie konzipierten Projekt waren insgesamt 6 Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt. 120 Projektplätze standen für Abiturientinnen, Fachoberschülerinnen sowie Absolventinnen der 12. Klasse bereit. Es ist vorgesehen, das Projekt bis zum Jahre 2006 mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds fortzuführen.

 Waltraud Riess | idw

Weitere Berichte zu: Naturwissenschaft Praktikum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz