Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Langfristig angelegte Innovationspolitik erforderlich

30.07.2003


In den 90er Jahren hat die deutsche Wirtschaft bei forschungsintensiven Waren und wissensintensiven Dienstleistungen im internationalen Vergleich etwas an Boden verloren, insbesondere gegenüber den USA. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 31/2003.Ohne eine neue Innovations- und Wachstumsdynamik werden sich die Ergebnisse weiter verschlechtern.



Die deutsche Wirtschaft kann sich noch immer auf einen unverändert leistungsfähigen Technologieexportsektor stützen, doch hat der Importdruck zugenommen. In Anbetracht der Wachstumsschwäche und der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist das Tempo des strukturellen Wandels zu langsam. Deutschland hat also in erster Linie ein Dynamikproblem,braucht aber auch dringend Alternativen bzw. Ergänzungen bei technologie- und wissensbasierten Produktionen. So ist Deutschland vor allem auf dem Schlüsselsektor IuK immer noch weit von einem Spitzenplatz entfernt.

... mehr zu:
»Diffusion »Innovationspolitik


Kritisch zu sehen ist auch die immer stärkere Konzentration der Exporte auf den Kraftfahrzeugbereich. Das DIW Berlin weist auf den dringenden Handlungsbedarf zur Steigerung der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands hin und fordert eine grundsätzliche Umorientierung auf langfristig angelegte Konzepte und europäische Lösungen. Erforderlich ist vor allem ein stärkeres Engagement in der Spitzentechnologieforschung. Dies verlangt eine konsequente Bildungspolitik, zu deren Finanzierung sich auch in Deutschland eine stärkere private Beteiligung anbietet.

Wissenschaft und Forschung müssen im Hinblick auf schnellere und effizientere Diffusion des Wissens (Vernetzung)gestärkt werden. Alle Politikressorts sollten prüfen, ob sie ihre Möglichkeiten zur Begünstigung innovativer Lösungen ausschöpfen. Ziel der Förderung muss immer eine schnelle und intensive Diffusion im Anwendungsbereich sein. Die Förderung von ostdeutschen Unternehmen sollte sich auf Innovationen konzentrieren und von westdeutschen Unternehmen abhängige Betriebe zunehmend in die Lage versetzen, hochwertige betriebliche Funktionen selbst zu übernehmen. Sämtliche Maßnahmen bedürfen einer arbeitsmarktpolitischen Flankierung.

Dipl.Volkswirtin Dörte Höppner | idw
Weitere Informationen:
http://www.diw.de

Weitere Berichte zu: Diffusion Innovationspolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten