Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH Dortmund erweitert Studienangebot im IT-Bereich

13.07.2000


Zum Wintersemester 00/01 päsentiert die Fachhochschule Dortmund zwei neue Studienangebote im IT-Bereich: Die Studienrichtung Informations- und Medientechnik sowie die Richtung Mobilkommunikation.
Die Informations-
und Medientechnik beschäftigt sich vor allem damit, Informationen für den Anwender aufzubereiten. Es geht um die Frage, wie Informationen dort aufbereitet werden, wo sie letztlich genutzt werden. Im Zeitalter der Digitaltechnik spielt der Entstehungsort und der Zielort von Informationen technologisch keine Rolle mehr: Börsendaten oder die Bilddaten von TITANIC II werden durch leistungsfähige Übertragungstechniken wie Satellitenkommunikation oder Glasfasernetze zukünftig völlig gleichberechtigt übertragen. WAP-Handy, Digitalfernseher oder PC dienen als Teleskope der Anwender in die jeweilige Datenwelt. Hohe Bildqualitäten und mehr Informationsdurchsatz bei gleicher digitaler Übertragungsleistung sind typische Fragestellungen.
Innerhalb der Studienrichtung haben beide Begriffe - Informationstechnik und Medientechnik - ihr eigenes Gewicht.
Informationstechnik
In der Informationstechnik geht es um Datenübertragung sowie Steuer- und Regelungstechnik. Dabei steht die Nutzung moderner Informationstechnologien im Vordergrund. Beispielsweise werden im Bereich Telematik Fahrzeugzahlen an Autobahnen erfasst, um daraus Informationen zu gewinnen, die einerseits als Stauwarnung oder Umleitungsempfehlung über Mobilfunk und Internet an die Verkehrteilnehmer gesandt werden und die andererseits über elektronische Verkehrsschilder für die Geschwindigkeitsbegrenzung im Staubereich sorgen. Auch für die Erhebebung von Autobahngebühren - wie aktuell diskutiert - ist diese Technologie von Bedeutung. Ein weiteres Beispiel der Steuer- und Regelungstechnik liegt im Einsatz von digitalen Filtern, um etwa das Echo bei der Freisprechanlage im Auto zu unterdrücken. Identifikation, Verschlüsselung sowie Erkennung sind weitere Themen, die hier Berücksichtigung finden.
Medientechnik
Der Focus der Medientechnik liegt auf Technologien zur Aufnahme, Speicherung und Übertragung von Bild- und Toninformationen. Die DVD (Digital Versatile Disk) und das digitale Fernsehen (DVB) sind herausragende Beispiele.
Multimedia ist ein weiteres Schlagwort, bei dem die Medientechnik eine große Rolle spielt. Hier wachsen die Bereiche Fernsehen, Telekommunikation und Datenübertragung zusammen.
Das Vertiefungsfach Medientechnik vermittelt nach einer fundierten Grundausbildung das Wissen, um in der rasant veränderlichen Welt der elektronischen Medien den Durchblick zu gewinnen und zu behalten.
Arbeitsfelder der Medien- sowie der Informationstechnik finden sich branchenübergreifend bei Industriebetrieben, die sich der Nachrichtentechnik und Elektronik als Servicetechnik bedienen. Zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern zählen die schaltungstechnische und konstruktive Entwicklung von Systemen und Komponenten, die Prozessdatenerfassung und -verarbeitung, die Anwendungsberatung sowie die Anwendung und Koordination informations- und medientechnischer Systeme und Komponenten. Zum Beispiel betreuen Service-Ingenieurinnen und -Ingenieure die Computernetzwerke bei Anbietern von Internetdiensten.
Mobilkommunikationstechnik
In der Studienrichtung Mobilkommunikationstechnik geht es um die Übertragung von Informationen per Funk. Ein Beispiel ist das Handy, ein anderes könnte ein Positionsmeldern für Kinder sein, um jederzeit zu wissen, wo sie sind.
Die Mobile Kommunikation ist seit Jahren die treibende Kraft für die gesamte Kommunikationsbranche. Technologien rund um das Handy wie Sende- und Empfangsstationen aber auch das Handy selbst entwickeln sich zur Zeit schneller als der PC.
Und ein Ende ist nicht abzusehen: In den nächsten Jahren werden bestehende Standards durch neue Standard. Damit werden um ein vielfaches höhere Datenübertragungsleistungen möglich sein. Aber auch die Integration der verschiedene Systeme schreitet fort: Abzusehen ist die Entwicklung von Geräten, die je nach Bedarf eine Kommunikationsverbindung über den direkten Hausanschluss, über ein lokales Funknetz oder schließlich über ein weltumspannendes Satellitennetz aufbauen.
Alle multimedialen Informationen vom Telefonat über das Internet bis hin zu bewegten Bildern werden zukünftig über die mobile Kommunikation übertragbar sein.
Die mobile Datenübertragung integriert viele technische Bereiche, wobei erst deren gemeinsames Zusammenwirken die heute geforderten Standards erfüllt. Zum Beispiel erfordert eine drehbar aufgestellte Sendeantenne Wissen aus dem Bereich des Maschinenbaus. Der Schutz der Umwelt vor Störstrahlungen im Gigahertz-Bereich macht eine Abschirmung der Schaltung unerlässlich. Eine Kühlung der Schaltung ist ebenfalls nötig. Solide Kenntnisse aus der Physik und der Elektrotechnik sind zur Lösung dieser Aufgaben gefordert. Last not least können Studierende in der Mobilkommunikation Grundwissen im Mikroprozessorbau, in der Mikroprozessorsteuerung sowie der Programmierung erwerben.
Typische Schwerpunkte dieser Studienrichtung liegen deshalb in der Hochfrequenztechnik, in der konstruktiven Gestaltung und in der SMD-Technik zur Miniaturisierung von Schaltungen. Darüber hinaus geht es um Nachrichtenübertragungstechniken unter verschiedenen aktuellen Standards (GSM und UMTS), um Antennen- bzw. Funktechnik sowie schließlich um Planung und Projektierung.


Weitere Informationen:

Prof. Dr. Michael Ludvik
Tel.: 0231/9112-241
E-mail: ludvik@fh-dortmund.de

Juergen Andrae |

Weitere Berichte zu: Handy Medientechnik Schaltung Studienrichtung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Nutzen sozialer Medien im Klassenzimmer
21.05.2015 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht Lernmaterialien teilen und mitgestalten
11.05.2015 | BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kieler Forschende bauen die kleinsten Maschinen der Welt

Die DFG stellt Millionenförderung für die Entwicklung neuartiger Medikamente und Materialien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bereit.

Großer Jubel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (Donnerstag, 21. Mai) bekannt gab,...

Im Focus: Basler Physiker entwickeln Methode zur effizienten Signalübertragung aus Nanobauteilen

Physiker haben eine innovative Methode entwickelt, die den effizienten Einsatz von Nanobauteilen in elektronische Schaltkreisen ermöglichen könnte. Sie entwickelten dazu eine Anordnung, bei der ein Nanobauteil mit zwei elektrischen Leitern verbunden ist. Diese bewirken eine hocheffiziente Auskopplung des elektrischen Signals. Die Wissenschaftler vom Departement Physik und dem Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel haben ihre Ergebnisse zusammen mit Kollegen der ETH Zürich in der Fachzeitschrift «Nature Communications» publiziert.

Elektronische Bauteile werden immer kleiner. In Forschungslabors werden bereits Bauelemente von wenigen Nanometern hergestellt, was ungefähr der Grösse von...

Im Focus: Basel Physicists Develop Efficient Method of Signal Transmission from Nanocomponents

Physicists have developed an innovative method that could enable the efficient use of nanocomponents in electronic circuits. To achieve this, they have developed a layout in which a nanocomponent is connected to two electrical conductors, which uncouple the electrical signal in a highly efficient manner. The scientists at the Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel have published their results in the scientific journal “Nature Communications” together with their colleagues from ETH Zurich.

Electronic components are becoming smaller and smaller. Components measuring just a few nanometers – the size of around ten atoms – are already being produced...

Im Focus: Phagen übertragen Antibiotikaresistenzen auf Bakterien – Nachweis auf Geflügelfleisch

Bakterien entwickeln immer häufiger Resistenzen gegenüber Antibiotika. Es gibt unterschiedliche Erklärungen dafür, wie diese Resistenzen in die Bakterien gelangen. Forschende der Vetmeduni Vienna fanden sogenannte Phagen auf Geflügelfleisch, die Antibiotikaresistenzen auf Bakterien übertragen können. Phagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien infizieren können. Für Menschen sind sie unschädlich. Phagen könnten laut Studie jedoch zur Verbreitung von Antibiotikaresistenzen beitragen. Die Erkenntnisse sind nicht nur für die Lebensmittelproduktion sondern auch für die Medizin von Bedeutung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Applied and Environmental Microbiology veröffentlicht.

Antibiotikaresistente Bakterien stellen weltweit ein bedeutendes Gesundheitsrisiko dar. Gängige Antibiotika sind bei der Behandlung von Infektionskrankheiten...

Im Focus: Die schreckliche Schönheit der Medusa

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile das bisher detailgetreueste Bild vom Medusa-Nebel eingefangen, das je aufgenommen wurde. Als der Stern im Herzen dieses Nebels altersschwach wurde, hat er seine äußeren Schichten abgestoßen, aus denen sich diese farbenfrohe Wolke bildete. Das Bild lässt erahnen, welches endgültige Schicksal die Sonne einmal ereilen wird: Irgendwann wird aus ihr ebenfalls ein Objekt dieser Art werden.

Dieser wunderschöne Planetarische Nebel ist nach einer schrecklichen Kreatur aus der griechischen Mythologie benannt – der Gorgone Medusa. Er trägt auch die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

TU Darmstadt: Gipfel der Verschlüsselung - CROSSING-Konferenz am 1. und 2. Juni in Darmstadt

22.05.2015 | Veranstaltungen

Internationale neurowissenschaftliche Tagung

22.05.2015 | Veranstaltungen

Biokohle-Forscher tagen in Potsdam

21.05.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanogefäß mit einer Perle aus Gold

22.05.2015 | Biowissenschaften Chemie

Ferngesteuerte Mikroschwimmer: Jülicher Physiker simulieren Bewegungen von Bakterien an Oberflächen

22.05.2015 | Physik Astronomie

Was Chromosomen im Innersten zusammenhält

22.05.2015 | Biowissenschaften Chemie