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Berufsintegrierendes Studium für künftige Ingenieure

27.11.2000


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»Elektrotechnik »Erstausbildung »HTW
Studienzeitverkürzung ohne Qualitätsverlust

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) wird künftig als Modell für ein berufsintegrierendes Studium eine doppelqualifizierende Hochschulausbildung angeboten. Das neue Modell, das in Kooperation zwischen der HTW und dem Kultusministerium erarbeitet und mit der Industrie- und Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) abgestimmt wurde, berücksichtigt die berufliche Erstausbildung für ein späteres Studium an der HTW. Gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch, HWK-Vizepräsident Hans-Alois Kirf und dem Rektor der HTW, Professor Rudolf Warnking, stellte Kultusminister Jürgen Schreier am Donnerstag (23.11.00) das neue Konzept der Presse vor. Der Kultusminister würdigte das Modell als beispielgebend für die Integration von beruflicher Bildung und Studium. "Das Modell trägt dem gestiegenen Bedarf der Wirtschaft an Ingenieuren Rechnung, und es bietet den Absolventen neue Möglichkeiten einer beruflichen Weiterqualifizierung. Ich sehe darin auch einen Beleg für die Offenheit und Durchlässigkeit unseres Bildungssystems", erklärte der Minister.

Die neue Ausbildungsmöglichkeit wird zunächst in den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik angeboten. Wie eine Analyse des theoretischen Unterrichts in diesen Fachrichtungen an der Berufsschule ergeben hat, werden die gleichen Fächer an der HTW noch einmal auf einem höheren Niveau angeboten. Das neue Konzept sieht vor, in den betreffenden Bereichen eigene Klassen mit Fachhochschulzugangsberechtigung einzurichten, in denen in Abstimmung mit der HTW eine vertiefte Vermittlung von Unterrichtsinhalten erreicht wird. Die Teilnehmer schreiben dann die Klausuren des jeweiligen Faches an der HTW mit. Sie erwerben somit während der beruflichen Erstausbildung die Leistungsnachweise der Hochschule. Der erfolgreiche Abschluss der beruflichen Erstausbildung wird sowohl als Fachhochschulvordiplom als auch als Facharbeiterbrief gewertet. Anschließend besteht die Möglichkeit, an der HTW ein Studium nach dem Vordiplom zu beginnen. Dadurch ergibt sich eine Studienzeitverkürzung von etwa 1,5 Jahren.

Die Modellklasse Industriemechaniker-Maschinenbau wird am Berufsbildungszentrum Sulzbach eingerichtet; Standort für den Bereich Elektrotechnik soll das Technisch-Gewerbliche Berufsbildungszentrum I Saarbrücken sein. Start für das doppelqualifizierende Studium Maschinenbau ist der 1. September 2001; Elektrotechnik beginnt am 1. September 2002.

"Das berufsintegrierende Studium ist ein attraktives Ausbildungsangebot mit hervorragenden Arbeitsmarktchancen und ein erfolgversprechendes Kooperationsmodell zwischen Bildung und Wirtschaft", so Kultusminister Schreier.

Ulrike Reimann | idw

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