Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Friedrich-Deich-Stiftung unterstützt Kooperationsmodell zur Förderung des Wissenschaftsjournalismus

05.10.2000


Mehr Medienpräsenz für die Wissenschaft sowie eine größere Praxisorientierung im Studium sind die Ziele einer Initiative an der Universität des Saarlandes, die von der Friedrich-Deich-Stiftung für die
nächsten drei Semester mit 20.000 Mark unterstützt wird. Die Partner des Saarbrücker Kooperationsmodells zur Förderung des Wissenschaftsjournalismus - so der Titel der Initiative - sind an der Universität des Saarlandes der Komparatist Prof. Dr. Manfred Schmeling und der Leiter des Presse- und Informationszentrums Dr. Manfred Leber sowie von außerhalb der Universität die Wissenschaftsjournalistin Regina Vögel (Text-Redaktionsbüro, Saarbrücken) und der Verleger Dr. Markus Lemmens (u.a. dfd - der Forschungsdienst , Agentur für Wissenschaftsinformation, Bonn, Berlin).

Mit der Unterstützung der Friedrich-Deich-Stiftung können an der Fachrichtung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft wissenschaftsjournalistische Übungen von Profis aus der Praxis (Vögel und Lemmens) finanziert werden, mit denen insbesondere Studierenden der Sprach- und Literaturwissenschaften eine praxisorientierte Zusatzqualifikation ermöglicht werden soll. Des Weiteren kann besonders erfolgreichen Absolventen dieser Übungen eine dreimonatige Hilfskrafttätigkeit am Presse- und Informationszentrum der Universität ermöglicht werden: zum Einen um als weitere Qualifizierungsmaßnahme die konkrete Arbeit an einer für die Öffentlichkeitsarbeit der Wissenschaft zuständigen Stelle kennen zu lernen, zum Anderen um diese Arbeit speziell im Bereich der Wissenschaftsvermittlung zu ergänzen. Auch dieses zweite Ziel des Projekts ist von aktueller Bedeutung. Denn mit der wachsenden Ausdifferenzierung und Kompliziertheit von Wissenschaft und Forschung wächst die Herausforderung, sie allgemein verständlich darzustellen sowie zum notwendigen Dialog der Wissenschaft mit der Gesellschaft beizutragen. Speziell diesem Aspekt soll auch eine öffentliche Vortragsreihe dienen, in der Vertreter namhafter Wissenschaftsressorts überregionaler Zeitungen und Magazine das redaktionelle Konzept der von ihnen verantworteten Seiten präsentieren und zur Diskussion stellen. Im Ganzen gesehen kann das Saarbrücker Kooperationsmodell zur Förderung des Wissenschaftsjournalismus als eine in ihrer Art neuartige Verbindung von Forschung, Lehre und praktischer Pressearbeit bezeichnet werden, das eine speziell praxisorientierte Komponente in der Ausbildung ebenso zum Ziel hat wie eine verbesserte Wissenschaftsvermittlung.

Das Konzept hat die Friedrich-Deich-Stiftung überzeugt. Die gemeinnützige Stiftung wurde 1984 vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie ins Leben gerufen und hat sich der Förderung des Wissenschaftsjournalismus verschrieben: insbesondere "im Interesse der Förderung des Transfers wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im medizinischen, pharmazeutischen und gesundheitsökonomischen Bereich", wie es in der Präambel der Satzung heißt. Friedrich Deich, dessen Name die Stiftung trägt, ist das Pseudonym des Arztes und Medizin-Journalisten Dr. Friedrich Weeren (1907-1978). Verwaltet wird die Stiftung vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft.

Wer Lust bekommen hat, als Studentin oder Student von dem von der Friedrich-Deich-Stiftung unterstützten Kooperationsmodell zur Förderung des Wissenschaftsjournalismus zu profitieren, kann sich ab sofort bei der Fachrichtung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft für eine der beiden angebotenen Übungen vormerken: "Einführung in den Wissenschaftsjournalismus I: Wissenschaft auf den Punkt gebracht" oder "Einführung in den Wissenschaftsjournalismus II: Public Relations für die Wissenschaft". Bei der zweiten Übung sind insbesondere auch Studierende mit kognitionswissenschaftlicher Vorbildung angesprochen, da es hier im kommenden Semester speziell um diesen Wissenschaftszweig geht.

Weitere Fragen zu den angebotenen Übungen beantwortet
Regina Vögel: Tel. 0681-372747.

Das Angebot der Saar-Uni:

Einführung in den Wissenschaftsjournalismus I:
Wissenschaft auf den Punkt gebracht
Präzise formulieren - anschaulich schreiben

Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht. Und nichts ist schwerer, als komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass jeder sie begreift. Wissenschaftsjournalisten sind gesuchte Spezialisten - nicht nur in den Medien, sondern auch in den Pressestellen von Unternehmen und Forschungsinstitutionen.
Wer in diesem Bereich tätig sein will, muss jedoch die Grundformen des Journalismus beherrschen. Sie sollen in einer Art Lehrredaktion in dieser Übung vermittelt werden:
· Recherche
· Journalistische Darstellungsformen: Nachricht und Bericht
· Überschrift und Einstieg
· Journalistisch schreiben
· Freie Mitarbeit bei den Medien: Wie verkaufe ich Geschichten?
· Urheberrecht
Praktische Übungen und die Analyse der eigenen Arbeiten stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Jedem Praxisteil geht eine Einführung in die entsprechenden Grundlagen des journalistischen Handwerks voraus. Bearbeitet werden Themen aus aktuellen Forschungsprojekten an der Universität des Saarlandes. In Kooperation mit der Pressestelle der Saar-Uni können die Arbeiten der Studenten veröffentlicht werden. Dazu gibt es Tipps für den Einstieg in Praktika und Beruf.

Termine:
Jeweils vierstündige Blockveranstaltungen,
Freitags 13.30 Uhr an der Saar-Uni, Geb. 35, Raum 4.22
am 27.10.00, 10.11.00, 24.11.00, 8.12.00, 15.12.00, 12.1.01, 26.1.01, 9.2.01
Referentin: Regina Vögel, Wissenschaftsjournalistin, Saarbrücken

Einführung in den Wissenschaftsjournalismus II:
Public Relations für die Wissenschaft
Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit

Wer im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig werden möchte, muss - anders als zum Beispiel Ärzte oder Anwälte - keinen festgelegten Ausbildungsweg beschreiten. Der Zugang zu diesem Berufsfeld ist für jeden frei. Dennoch gibt es eine Reihe von Basisqualifikationen, die man sich erarbeiten muss, will man in die Branche einsteigen. Um diese handwerklichen Fertigkeiten geht es in der Übung.
Inhalte:
-Aufgaben der PR
-Kommunikation mit Strategie
-Instrumente und Methoden der PR
-Presseinformationen
-Pressekonferenzen
-Veranstaltungen ("Events")
-Ethik der PR
-Berufseinstieg
In den Übungen steht Öffentlichkeitsarbeit für eine Universität exemplarisch im Mittelpunkt. Warum braucht eine Hochschule heute Public Relations? In welcher Form ist Öffentlichkeitsarbeit heute sinnvoll für ein Universitätsinstitut? In Kooperation mit der Pressestelle der Saar-Uni erstellen die Studentinnen und Studenten ein Konzept für eine definierte Kommunikationsaufgabe. Ziel des Seminars ist es, Einblick zu geben in ein wachsendes Berufsfeld des PR-Bereichs: die Wissenschaftskommunikation.

Termine:
Jeweils vierstündige Blockveranstaltungen,
Freitags 9.00 Uhr an der Saar-Uni, Geb. 35, Raum 4.22
am 27.10.00, 10.11.00, 24.11.00, 8.12.00, 15.12.00, 12.01.01, 26.01.01 und 9.02.01
Referentin: Regina Vögel, Wissenschaftsjournalistin, Saarbrücken

 Tamara Weise | idw

Weitere Berichte zu: Kooperationsmodell Vogel Wissenschaftsjournalismus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise