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Professoren "gründen" virtuelles Unternehmen

14.09.2000


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Professoren und Studenten aus drei Fachbereichen der Fachhochschule Niederrhein arbeiten und lernen in einem virtuellen Unternehmen

Rechnerpower via Internet

Bei den einen liegt die Berufspraxis in der Wirtschaft schon ein paar Jahre zurück, den anderen steht sie in ein paar Semestern bevor: Professoren und Studierende aus drei Fachbereichen der Fachhochschule Niederrhein - Maschinenbau, Wirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen - werden im kommenden Wintersemester erstmals in einem virtuellen Unternehmen zusammenarbeiten und dabei besonderen Wert auf die Verzahnung betriebswirtschaftlicher und technischer Abläufe legen - wie in der Praxis eben. Um diese Geschäftsprozesse realitätsnah abbilden zu können, mussten sich auch die Professoren in den Semesterferien wieder auf die "Schulbank" setzen. Bei der "Modellierung" der Unternehmensbereiche Vertrieb, Einkauf, Produktion sowie Finanzwesen und Controlling konnten sie auf die in der Wirtschaft weit verbreitete Software SAP R/3 zurückgreifen, fachlich unterstützt von Unternehmensberatern der CSC Ploenzke AG aus der Geschäftsstelle Köln. CSC Ploenzke ist das führende IT - Beratungshaus in Deutschland und Mitglied der weltweit agierenden Computer Sciences Corporation (CSC).

Durch eine Vereinbarung mit der SAP Deutschland und dem Hochschulkompetenzzentrum der Universität Münster hat die Fachhochschule Niederrhein seit kurzem überdies jederzeit vollen Zugriff auf dessen hohe Rechnerkapazitäten und kann auch das Internet für die Geschäftsentwicklung ihres virtuellen Unternehmens nutzen. Die FHN ist die erste Hochschule, die von dem Kompetenzzentrum in Münster mit Know-how und Rechnerpower versorgt wird - und die Studierenden der FHN haben folglich die Nase vorn bei E-Commerce und E-Business. "Damit werden wir auf diesem Feld internationale Standards setzen können", freut sich Professorin Dr. Doris Kortus-Schultes, treibende Kraft hinter diesen Entwicklungen.

Was die Integration betriebswirtschaftlicher und technischer Geschäftsprozesse betrifft, dürfte kaum eine andere deutsche Hochschule ähnlich weit fortgeschritten sein wie die FHN. Die Studenten wird’s ab Oktober freuen, wird ihnen doch eine ganzheitliche Sicht eines Unternehmens vermittelt. Auch ihre Professoren hatten sich bei der Vorbereitung trendbewusst gezeigt: als zu vermarktendes Produkt für das virtuelle Unternehmen hatten sie sich einen Kickroller ausgesucht.

 M.A. Rudolf Haupt |

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