Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Heliumanlage an der Universität Linz geht in Betrieb

17.07.2000


... mehr zu:
»Heliumanlage »Heliumgas »Physik
Neue Heliumanlage an der Universität Linz geht in Betrieb
Mehr als 20.000 Liter verflüssigtes Helium pro Jahr für Grundlagenforschung

Die neue Heliumanlage der Johannes Kepler Universität Linz wird jetzt in Betrieb genommen. Die Anlage, die rund 6-Millionen-Schilling gekostet hat, dient zur Verflüssigung von Heliumgas und wird vor allem für die Forschungsarbeit in Physik und Chemie gebraucht. Sie wurde von der Schweizer Firma Linde geliefert und ist eine der ganz wenigen Heliumanlagen, die an Universitäten in Österreich in Betrieb sind.
Die Anschaffung der neuen Heliumanlage war notwendig geworden, weil die alte Anlage, die Ende der 70-er Jahre installiert worden war, schon starke Verschleißerscheinungen zeigte und mit Anfang Juni endgültig außer Betrieb gesetzt wurde.
Das Heliumgas wird in der Anlage durch Entspannen mit Hilfe von kleinen Turbinen zu Flüssigkeit umgewandelt. Diese wird als Kältemittel für Grundlagenforschung und andere wissenschaftliche Arbeit in der Physik und Chemie gebraucht, wie in der Festkörperphysik (Magnetfelder), in der Materialforschung (Supraleiter) und in der Chemie (Reaktionskinetik, Tieftemperaturrektifikation).
4 Physikinstitute und 4 Chemieinstitute der Johannes Kepler Universität werden durch die neue Heliumanlage mit über 20.000 Liter flüssigem Helium pro Jahr für ihre Forschungstätigkeiten versorgt.
Die Ausbeute der Anlage beträgt 23 Liter pro Stunde, die Anlage funktioniert vollautomatisch und wird über Computer gesteuert.
Da das flüssige Helium bei der Verwendung wieder erwärmt wird und dadurch wieder in gasförmigen Zustand übergeht, wird es zur Kosteneinsparung nach der Verwendung wieder komprimiert, in Flaschen gesammelt und dann wieder verflüssigt.
Die neue Heliumanlage ist im Erdgeschoss des TNF-Turmes situiert, die Kompressoren, Gas-Vorrats- und -Auffangstellen befinden sich im Keller darunter.
Die Kosten für die neue Anlage wurden auf Betreiben von Rektor Franz Strehl vom Ministerium genehmigt und werden von der Universität Linz getragen.

Ansprechpartner:
Vizerektor o.Univ.Prof. DI Dr. Hans Irschik, Tel.: 2468-560
DI Marek Ratajski, Tel.: 2468-684

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Mag. Isabella Staska |

Weitere Berichte zu: Heliumanlage Heliumgas Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie