Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interparlamentarische Konferenz: EUREKA wichtiger Faktor zur Unterstützung von Innovation in Europa

25.06.2003


Aufgrund seiner Flexibilität, geringen Bürokratie und seines Bottom-up-Ansatzes sei EUREKA, das Europäische Netzwerk für marktorientierte Forschung und Entwicklung, ein wichtiger Mechanismus, um Innovationswachstum in Europa zu garantieren, so das Fazit der Teilnehmer des ersten Tages der 14. Interparlamentarischen Konferenz von EUREKA am 23. Juni in Kopenhagen.



Auf Einladung des dänischen Parlaments trafen Abgeordnete aus den EUREKA-Mitgliedstaaten, Mitglieder des Europäischen Parlaments und Vertreter der Kommission zusammen, um Wege zur Verbesserung der Unterstützung von Innovation in Europa zu diskutieren und die Rolle, die EUREKA in diesem Prozess spielen sollte, zu analysieren.

... mehr zu:
»EUREKA


In seiner Einführung in das Konferenzthema "Aufbau einer Innovationspolitik in Europa" stellte Knud Larsen, der Vorsitzende der EUREKA-Gruppe hochrangiger Experten, fest, dass die jüngste Mitteilung der Kommission zu Innovation zwar die Notwendigkeit unterstreiche, Innovation zu verbessern, um die Ziele von Lissabon und Barcelona zu erreichen, jedoch existiere bisher kein klarer Fahrplan für die Entwicklung einer Innovationspolitik in Europa.

Auch die Forschungsrahmenprogramme der EU seien nicht ausreichend in der Lage gewesen, das Potenzial industrieller Innovation zu nutzen, so Larsen. "Wir haben über das Rahmenprogramm keine starken Anreize für die Industriezweige in der EU erlebt, enge Partnerschaften mit Forschungsinstituten zu bilden - zumindest nicht stark genug, um die Kluft zwischen Europa und seinen Hauptwettbewerbern zu verringern", meinte er. Um diese Kluft anzugehen, verwies Larsen auf die wertvolle und ergänzende Rolle, die EUREKA bei der europäischen Innovation spielen könnte: "Bei EUREKA sind wir daran gewöhnt, eng mit der Industrie zusammenzuarbeiten, und wir sind gut ausgebildet, um eine Anhäufung von Bürokratie zu verhindern [...]. Daher können wir auf viele Anforderungen, die die Rahmenprogramme nicht erfüllen, flexibel reagieren", erklärte er und fügte hinzu: "EUREKA sollte nicht als Konkurrenz für das RP6 [das Sechste Rahmenprogramm] betrachtet werden, sondern vielmehr als ein Partner beim Aufbau eines Europäischen Forschungs- und Innovationsraums."

Tatsächlich sei die engere Zusammenarbeit mit dem RP6 nur einer der verschiedenen vorrangigen Bereiche während des dänischen Vorsitzes von EUREKA gewesen, erklärte Tove Fergo, Ministerin für Kirchenfragen und zuvor Delegierte bei den EUREKA-Konferenzen. In ihrem Vortrag erläuterte die Ministerin, wie der dänische Vorsitz in enger Zusammenarbeit mit dem folgenden französischen und zukünftigen niederländischen Vorsitz versucht hat, die Organisation von EUREKA zu verbessern, damit sie eine größere Harmonie mit den Finanzierungsinstrumenten der EU aufweist. Ein Teil des dänischen Vorschlags umfasst die Rationalisierung des Entscheidungsfindungsprozesses innerhalb von EUREKA und die Umsetzung besserer Qualitätskontrollen bei neuen Projekten. Dies sei ein Punkt, so Fergo, der "für die Positionierung von EUREKA im Europäischen Forschungsraum [EFR] und die Sicherstellung einer engeren Kooperation mit dem RP6 wesentlich ist". Dies sei das erste Mal in der Geschichte von EUREKA, dass drei aufeinanderfolgende Vorsitze eine gemeinsame Agenda für einen Zeitraum von drei Jahren entworfen hätten. Sie fügte hinzu: "Das Grundprinzip dahinter kann in drei Worten zusammengefasst werden: Kontinuität, Effizienz und Qualität."

Während die EUREKA-Vertreter zum Ausdruck brachten, wie wichtig eine engere Zusammenarbeit mit den europäischen Finanzierungsinstrumenten ist, hoben die Vertreter der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank (EIB) die entscheidende Rolle hervor, die EUREKA bei der Entwicklung eines Innovationsraums in Europa spielen müsse. "Die Interaktion zwischen der Kommission und EUREKA in den letzten drei Jahren kann als erfolgreich beschrieben werden. Sie stellt die Weichen für eine zukünftige Zusammenarbeit, wie wir sie uns zurzeit vorstellen", so Franco Cozzani, Vertreter der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission.

Dr. Cozzani bezog sich auf drei Maßnahmen, die die Kommission aktiv verfolgt. Die erste ist die Stärkung und Steigerung der Koordination zwischen Bereichen des RP6 und großen Cluster- und Dachprojekten von EUREKA. Zudem wird die Bildung gemeinsamer technischer Gruppen, die den vorrangigen Themenbereichen des RP6 entsprechen, in Betracht gezogen. "Dies hat zum Ziel, Doppelarbeit zu vermeiden und besser koordinierte Themen zu fördern", so Dr. Cozzani. Des Weiteren bemerkte er, es seien bereits Diskussionen in Gang, um solche Gruppen im Bereich Gesundheit und Biotechnologie einzuberufen. "Das dritte Ziel ist, die Diskussion über die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform zu vertiefen und auszuweiten, die effektiv mit wichtigen Akteuren, die Innovation in Europa finanzieren, wie z.B. die EIB, interagieren könnte", schloss Dr. Cozzani.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.eureka.be

Weitere Berichte zu: EUREKA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie