Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wieder einmal die Nase vorn: erster deutscher Jura-Bachelor-(LL.B.)-Studiengang in Greifswald

17.09.2000


... mehr zu:
»Jura-Bachelor
Wieder spielt die Universität Greifswald den ersten Ton: ab dem Wintersemester 2000/01 bietet sie als erste deutsche Universität das Studium zum »Bachelor of Laws« (Bakkalaureat der Rechte) an (das mit
Greifswalder Denkhilfe auch die private Gerd-Bucerius-Law-School in Hamburg im Programm haben will). Am 15. September 2000 erteilte das Schweriner Bildungsministerium mündlich die offizielle Genehmigung dazu - mitten in der Einschreibephase: das Studium ist zulassungsbeschränkt (60 Plätze); bis Freitag, 22. 9. 2000, ist die Anmeldung möglich. Danach können Bewerber am Losverfahren teilnehmen.

Das Studium dauert sechs Semester (3 Jahre). Die Studenten erwerben einen akademischen Grad, den LL.B., den das neue Hochschulrahmengesetz ausdrücklich vorsieht. Greifswald bietet bereits seit dem WS 1999/2000 sehr erfolgreich für die Fächer der Philosophischen Fakultät den mehrfach andernorts kopierten Bachelor of Arts (B.A.) an, den die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung als Modell unterstützt. Der Greifswalder Studiengang »Bachelor of Laws« erhielt 500000 DM vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Der akademische Abschluß des LL.B. ist berufsqualifizierend, er bereitet die Studenten auf den »Arbeitsmarkt« vor. Dort könnten sie die im Studium erworbenen Fähigkeiten beweisen, in Trainée-Programmen und mit »learning on the job« vervollkommnen. Die entscheidenden Voraussetzungen, um später erfolgreich in Unternehmen und Verbänden zu arbeiten, sind Flexibilität, Kreativität, Dynamik. Dies sollen sich Hochschüler im Studium aneignen.

Wie das BA-Studium der Philosophischen Fakultät ist das juristische Bachelor-Studium durch drei Elemente gekennzeichnet: Vermittlung einer »Kernkompetenz« (hier der Rechtswissenschaften), Basiswissen in Ökonomie und sogenannte »general skills«. Zu diesem allgemeinbildenden Block zählen Rhetorik, Textanalyse und gezielte Englisch-Ausbildung für das spätere Bestehen im Arbeitsleben. Hinzu kommen Pflichtpraktika für erste Blicke in das Berufsleben.

Das Studium setzt sich aus Modulen (Bausteinen) zusammen, die je mit Prüfungen enden. Für diese gibt es ECTS-Punkte (European Credit Transfer System), die ggfs. bei einem Studium an einer anderen Hochschulen angerechnet werden können. Diese neue europäische Bewertungsskala wird zu internationaler Vergleichbarkeit und erhöhter Wettbewerbsfähigkeit führen.

Nach dem LL.B. kommt das Master-Programm. Dieses entwickelt die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät zusammen mit anderen Fakultäten und bietet es ab dem Wintersemester 2001/02 an. Auch ein Wechsel in Richtung gewöhnliches Jurastaatsexamen ist problemlos.

Informationen: Susanne Guse, Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Domstr. 20, 17487 Greifswald, Tel. 03834-86-2171,
e-mail: suse@uni-greifswald.de, Internet: http://www.uni-greifswald.de/dek1/index.html.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Dr. Edmund von Pechmann |

Weitere Berichte zu: Jura-Bachelor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics