Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen sind in Wissenschaft und Technologie noch unterrepräsentiert

18.06.2003


Wissenschaft und Technologie (W&T) sind nach wie vor Disziplinen, die von Männern dominiert werden, so ein kürzlich veröffentlichter statistischer Bericht von Eurostat.

... mehr zu:
»Ingenieur »Mitgliedstaat »W&T

In dem Bericht werden die jeweils zuletzt gemeldeten Statistiken der einzelnen Mitgliedsländer herangezogen und die Anzahl der Männer und Frauen bewertet, die W&T-Disziplinen studieren oder die als Wissenschaftler oder Ingenieur beschäftigt sind.

Während die Zahl der männlichen und besonders auch die der weiblichen W&T-Absolventen in allen Mitgliedstaaten seit 1996 gestiegen ist, sind Frauen in diesem Bereich laut dem Bericht immer noch nicht angemessen vertreten. So gab es beispielsweise zwischen 1999 und 2000 in den Niederlanden fünfmal mehr männliche als weibliche Absolventen in wissenschaftlichen Fächern. In Deutschland bot sich ein ähnliches Bild: hier studierten viermal mehr Männer als Frauen W&T-Disziplinen. Nur in Portugal lag die Zahl der männlichen Absolventen um weniger als das Doppelte über dem entsprechenden Wert für Frauen.


Außerdem ergibt sich aus dem Bericht, dass der Anteil der Menschen, die in Bereichen der W&T beschäftigt sind, in Europa in letzter Zeit zugenommen hat. Zahlen für 2001 zeigen jedoch, dass der Beruf des Wissenschaftlers und ähnliche Tätigkeitsbereiche generell eine Männerdomäne darstellen. So kamen in Deutschland bei der Beschäftigung in W&T beispielsweise fast vier Männer auf eine Frau. Bei weiblichen Erwerbspersonen in Österreich und Italien war die Wahrscheinlichkeit am geringsten, dass diese als Wissenschaftler oder Ingenieure arbeiteten. In Mitgliedstaaten wie Finnland, Irland und Belgien jedoch waren Frauen in diesen Bereichen gut vertreten. In Finnland arbeiteten 2001 mehr Frauen als Männer in wissenschaftlichen Berufen.

Um der Tatsache entgegenzuwirken, dass Frauen in der Wissenschaft unterrepräsentiert sind, bringt die Europäische Kommission 80 Millionen Euro in dem Teil des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) auf, mit dem die Forschung der Gesellschaft näher gebracht werden soll. Eine der Prioritäten ist die Förderung der Beteiligung von Frauen in Wissenschaft und Technologie. Forschungskommissar Philippe Busquin hatte in diesem Jahr die Forschungsgemeinschaft bereits aufgefordert, das Thema der Förderung von Frauen in der Industrieforschung im Hinblick darauf aufzugreifen, es auf die Agenda des italienischen EU-Vorsitzes (1. Juli bis 31. Dezember 2003) zu setzen.

| cn
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/eurostat

Weitere Berichte zu: Ingenieur Mitgliedstaat W&T

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik