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"Hochschulen als Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung"

28.09.2000


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Hochschulen und Wirtschaft im Austausch beim 3. Berliner Bildungsdialog

"Viele Finanzpolitiker entziehen sich bis heute der Erkenntnis, dass Gelder für die Hochschulen nicht Konsumausgaben, sondern Zukunftsinvestitionen sind. Wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen und viele konkrete Beispiele belegen, dass von der Produktion neuen Wissens und Könnens in den Hochschulen wichtige ökonomische Effekte ausgehen." Dies erklärte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Klaus Landfried, beim 3. Berliner Bildungsdialog, den die HRK und das Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck am 27. September in Berlin veranstalteten und an dem etwa fünfzig Vertreter von Hochschulen und namhaften Unternehmen teilnahmen.

Die Veranstalter hatten eine Reihe von Unternehmens- und Hochschulvertretern eingeladen, die anhand einer Fülle von konkreten Beispielen aufzeigten, wie durch die gegenseitige Kooperation von den Leistungen der Hochschulen in Forschung, Entwicklung, Studium und Weiterbildung sowohl gesamtwirtschaftliche als auch regionalökonomische Effekte ausgehen. Es bestand unter den Teilnehmern Übereinstimmung, dass durch Innovationen in der Forschung neue Produkte und Dienstleistungen entstehen, die sich wiederum in neuen Arbeitsplätzen niederschlagen. Die hochqualifizierten Arbeitskräfte, die Hochschulen hervorbringen könnten, seien in Zeiten von Fachkräftemangel ein wichtiger Faktor für ein mobiles Unternehmen auf Standortsuche. Auch Existenzgründungen seien wirtschaftliche Wachstumsfaktoren. "Die Rendite von Investitionen in Wissen und Können ist inzwischen höher als die aus klassischen Kapitalanlagen", erklärte HRK-Präsident Landfried vor den Teilnehmern.

Um diesen Prozess zu beschleunigen, benötigten die Hochschulen nicht nur eine ausreichende Grundausstattung, sondern auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um in dem gewollten Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen erfolgreich sein zu können. Die Länder müssten endlich auf den bürokratischen Dirigismus beim Haushalts-, Dienst- und Zulassungsrecht verzichten und zugleich finanzpolitische Prioritäten zugunsten dieser Zukunftsinvestitionen in Wissen und Können setzen.

 Susanne Schilden | idw

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