Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umsetzung von Wissen in wirtschaftlichen Nutzen

03.06.2003


Im März 2000 setzten sich in Lissabon die politischen Führungskräfte Europas das Ziel, diesen Kontinent zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" zu machen. Auf dem Weg zur Bewältigung dieser anspruchsvollen Herausforderung macht das Europäische Wissensmanagement-Forum inzwischen beachtliche Fortschritte.



So wie es keine allgemein anerkannte Definition des Begriffs "Wissen" gibt, existiert auch keine allgemeine Definition des Begriffs "Wissensmanagement" (WM). Vereinfacht gesagt, besteht das Ziel von WM darin, aus den geistigen "Vermögenswerten" einer Organisation wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass die Informationstechnologie zwar als WM-Hilfsmittel dienen kann, aber keine Voraussetzung für WM ist. Hinter dem WM stehen in erster Linie die Menschen in einer Organisation und keine ausgeklügelten Softwarepakete.

Im Projekt KM FORUM - teilweise finanziert aus Mitteln des EU-Programms IST (Information Society Technologies) - wurde der zunehmende Einsatz von WM-Verfahren in Europa unter dem Aspekt der in Lissabon formulierten Ziele untersucht. Das Projekt diente zur Bündelung der Bemühungen von über 5000 WM-Experten aus Hochschulen, Industriebetrieben und öffentlichen Verwaltungen. Obwohl mit dem Projekt das Ziel verfolgt wurde, Europa an die Spitze der WM-Forschung zu bringen, führte es auch zu einer beträchtlichen Beteiligung der USA und anderer Nicht-EU-Staaten.


Eine Schlüsselkomponente der Bemühungen, das vernetzte Arbeiten und den Austausch von Ideen zu fördern, ist das Web-Portal KnowledgeBoard (http://www.knowledgeboard.com). Über dieses dynamische Web-Portal können Online-Workshops in Echtzeit abgewickelt werden. Hier können Mitglieder wie Besucher über Diskussionsforen, monatliche Themen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen in den vielen verschiedenen WM-Disziplinen recherchieren.

Organisiert wurden auch schon nicht virtuelle Veranstaltungen, auf denen sich die Mitglieder dieser Gemeinde im persönlichen Gespräch statt nur online austauschen können. Eines von vielen wertvollen Ergebnissen von KnowledgeBoard war die Erkenntnis, welche große Bedeutung den Fragen rund um das Urheberrecht zukommt. Ermutigend ist, dass Urheberrechts-Streitigkeiten über die gesamte Projektlaufzeit kein Thema waren.

Das KnowledgeBoard hat selbst von Eliteorganisationen wie etwa der Harvard Business School internationale Anerkennung gefunden. Angesichts dieses Erfolges wird derzeit ein Geschäftsplan entwickelt, um das Fortbestehen des KnowledgeBoard auch über das Ende des Projekts hinaus sicher zu stellen. Die Projektteilnehmer sind außerdem bestrebt, Interessenten ihre Erfahrungen mit dem KM FORUM als Modell für die Koordinierung anderer Forschungsgebiete zur Verfügung zu stellen.

Kontakt
WEBER, FRITHJOF

BIBA-PPC
Hochschulring 20
28359
Bremen
GERMANY
Tel: +49-421-2185536
Fax: +49-421-2185551
E-Mail: web@biba.uni-bremen.de

| ctm
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1066&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Entzündung weckt Schläfer

29.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet

29.03.2017 | Wirtschaft Finanzen

Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen

29.03.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz