Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höchste Zahl an Studienanfängern in der Geschichte der Hochschule für Technik Karlsruhe (FH)

04.10.2000


... mehr zu:
»Hochschulrat
Höchste Zahl an Studienanfängern in der Geschichte der Hochschule für Technik Karlsruhe (FH)
Nachfrageorientierter Ausbau der Studienangebote dringend notwendig

Neu Immatrikulierte
Zu Beginn des Wintersemesters 2000/2001 können an der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik 925 Studienanfänger begrüßt werden - so viele wie nie zuvor seit Bestehen der Hochschule. Da die Aula der Hochschule zur Begrüßung aller neu immatrikulierten Studierenden zu klein ist, musste die Einführungsveranstaltung diesmal geteilt werden.

Für die neu immatrikulierten Studierenden ist das Studium eine Zukunft, die vielfältige Anforderungen an sie stellen wird. Damit die Studierenden jedoch den neuen Anforderungen auch gewachsen sind, gibt ihnen die Hochschule vielfältige Hilfen. Dies beginnt mit der Einführungsphase durch Studierende höherer Semester sowie durch die Fachbereiche und setzt sich dann während des Studiums durch tutorielle und mentorielle Betreuung fort.

Gesamtzahl
Mit nun 4.825 Studierenden stieg die Gesamtzahl gegenüber dem vorangegangenen Wintersemester um 338 Studierende, das entspricht einer Steigerung von 7,5 %.

Auslastung
Nach Prof. Dr. Werner Fischer "entspricht diese Studienplatznachfrage den ausgezeichneten Arbeitsmarktchancen der Absolventen". Geradezu "explodiert" die Nachfrage nach Studienplätzen in den Informatik- und Wirtschaftsdisziplinen: Der "Renner" ist der Studiengang "International Management" mit 750 Bewerbern auf 40 Studienplätze. Damit ist die Nachfrage nahezu 20 Mal größer als die zur Verfügung stehende Zahl an Studienplätzen. Ähnliche Verhältnisse herrschen bei den Informatikdisziplinen: In der Wirtschaftsinformatik bewarben sich 726 Interessenten auf 50 Studienplätze, im Studiengang Informatik waren dies 568 auf die gleiche Zahl an Studienplätzen.

"Damit verfügt die Hochschule", so Rektor Prof. Dr. Werner Fischer, "über eine hervorragende Gesamtbilanz für das Wintersemester 2000/2001: Mit 925 Studienanfängern fährt die Hochschule Überlast, denn offiziell stehen uns 866 Erstsemesterplätze zur Verfügung.

Bewerbungen
Insgesamt lagen der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik 4.289 Bewerbungen vor. Das sind 811 mehr als im vorangegangenen Wintersemester und entspricht einer Steigerung von rund 23 %.

Bereits zum Wintersemester 1999/2000 war ein deutliches Ansteigen des Studieninteresses an der Hochschule festzustellen: Die Zahl der Bewerbungen war dort schon von 2.725 auf 3.487 um 28 % gestiegen.

"An der Hochschule beobachten wir eine Verschiebung der Studienplatznachfrage vom Sommersemester auf das Wintersemester", bestätigt Rektor Prof. Dr. Werner Fischer, "von rund 1200 Studienanfängern im Jahr beginnen zwei Drittel inzwischen im Wintersemester. Nichts ist so beständig wie der Wandel - in diesem Fall mit der Konsequenz, dass wir Ressourcen und Kapazitäten vom Sommer- auf das Wintersemester umschichten."

Neue StudienAngebote / Politische Rahmenbedingungen
Nach angelsächsischem Bildungsmodell wird an der Hochschule zum Wintersemester 2000/2001 das Studienangebot um drei Bachelorstudiengänge erweitert: Elektrotechnik, Kartographie und Geomatik, Kommunikations- und Informationstechnik - mehr als die Hälfte der aktuellen Studienangebote der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik führen damit zu den international weit verbreiteten gestuften Abschlüssen Bachelor und Master.

"Ein besonderes Anliegen ist es uns, die Studienangebote nachfrageorientiert weiter auszubauen", wie der Rektor hervorhebt, "nachdem wir stellen- und kostenneutral in der Informatik und Wirtschaftsinformatik das Studienplatzangebot durch die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen erweitert haben, ist jetzt die Politik gefragt. Aufgrund der vorliegenden Bewerberzahlen und dem Interesse der Wirtschaft an den Absolventen sollte an der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik im Wintersemester die Studienkapazität in der Informatik und Wirtschaftsinformatik verdoppelt werden. Gleiches gilt für den Studiengang "International Management", den wir zudem gerne auch noch im Sommersemester anbieten würden. Um dies erfolgreich umsetzen zu können, benötigen wir dringend entsprechende Unterstützung aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg."

Veränderungen der gesamten Hochschulstruktur resultierten für die Hochschule aus der Neufassung des Fachhochschulgesetzes. Zum einen wurde dort die Mindestgröße eines Fachbereichs neu definiert, was an unserer Hochschule zur Zusammenfassung verschiedener Fachbereiche mit entsprechenden Umschichtungen führt.

Ein weiteres Resultat der gesetzlichen Neufassung ist die Einrichtung eines neuen Hochschulorgans, des Hochschulrats, in dem die Kompetenz von Wirtschaft und Gesellschaft für die Hochschulen stärker nutzbar gemacht werden soll. Für dieses Gremium ist die Berufung von fünf internen und vier externen Mitgliedern vorgesehen, wobei an der Hochschule für Technik Karlsruhe (FH) von einer weiteren Neuerung, der sog. Optionsklausel im Landesgesetz, Gebrauch gemacht wurde: Mit dem Einverständnis des Landesministeriums wurden ausschließlich externe Mitglieder in den Hochschulrat berufen. Der Senat der Hochschule bleibt als selbstständiges Gremium erhalten. Es kommt jedoch zu einer entscheidenden Aufgabentrennung zwischen Senat und Hochschulrat: Der Senat als gewähltes Repräsentativorgan der Hochschulmitglieder ist zuständig für alle akademischen Belange. Der Hochschulrat ist ein Kontrollgremium für finanziell-administrative Fragen sowie ein Planungsgremium für die strategische Entwicklung der Hochschulen. Über die Einführung eines Globalhaushalts durch die Hochschulreform bestehen für den Hochschulrat zahlreiche Möglichkeiten zur Einflussnahme und Steuerung, beispielsweise in der Festlegung der Wirtschaftspläne, der Zustimmung zum Haushaltsvorschlag und der Festlegung des Jahresabschlusses. Nicht zuletzt wird der Hochschulrat nach leistungs- und belastungsorientierten Kriterien sowie nach Evaluationsergebnissen über die Mittelvergabe in Lehre und angewandter Forschung entscheiden. Am 20. September 2000 traf sich erstmals der Hochschulrat der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik zu seiner konstituierenden Sitzung.

Existenzgründungen sind außerordentlich wichtig, auch weil damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik wird weiterhin aktiv versuchen, zur Förderung von Existenzgründungen beizutragen, beispielsweise über ihr Engagement in den Initiativen CyberForum und KEIM. Nichts ist auch dabei überzeugender als ein gutes Beispiel - daher werden regelmäßig erfolgreiche Unternehmer zu einem Vortrag an die Hochschule eingeladen.

 M.A. Holger Gust | idw

Weitere Berichte zu: Hochschulrat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften