Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selbstständiges Lernen für Berufe immer wichtiger

30.05.2003


Projekt: Fernstudienzentrum fördert und erprobt Praxisansätze

"SELBA" ist der Kurzname eines Projektes, das in den nächsten drei Jahren das Fernstudienzentrum (FSZ) der Universität Karlsruhe umsetzt: Ziel ist die praktische Erprobung und Förderung von selbstgesteuertem Lernen. Das FSZ will Karlsruherinnen und Karlsruher aller Altersstufen dabei beraten und unterstützen, selbstständig zu lernen und so ihre berufliche Perspektive zu verbessern sowie ihre persönliche Bildung und Entwicklung zu fördern. Dafür erhält das FSZ Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Kultusministeriums Baden-Württemberg.

Der Leiter des FSZ, Joachim Klaus, ist sich mit Experten aus (Berufs- ) Pädagogik, Psychologie, Politik und Wirtschaft einig, dass es für den heutigen Menschen immer notwendiger wird, sich selbst in die Lage zu versetzen, die sich ständig ändernden Berufsanforderungen zu meistern. Selbstgesteuertes Lernen, so Klaus, "spielt eine entscheidende Rolle, wenn Arbeitsplatz- und Stellenwechsel, Arbeitsreduzierung oder Arbeitslosigkeit, Weiterqualifizierungen und anderes zu bewältigen sind."

Noch aber behindern oft Widerstände und Reibungspunkte das selbstständige Lernen. An dieser Stelle setzt das Projekt "Selbstgesteuertes Lernen erprobt auf dem Land und im Ballungsraum für den Arbeitsmarkt" (SELBA) nach Auskunft des zuständigen Projektmanagers im FSZ, Dr. Andreas Bröker, an: Zusammen mit den Projektpartnern, dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg und der kommunalen Volkshochschule Bad Mergentheim, so Bröker, "werden in einer ersten Phase Stärken und Schwächen bei der Umsetzung des Selbstgesteuerten Lernens in Karlsruhe wissenschaftlich analysiert." Das FSZ begleite dabei modellhafte Praxisprojekte an Karlsruher Schulen und Hochschulen, in Betrieben und Weiterbildungseinrichtungen. Das Hauptaugenmerk richte es auf An- und Ungelernte, Menschen mit Migrationshintergrund und Sehgeschädigte im höheren Alter. Aus den wissenschaftlichen Ergebnissen, so Bröker weiter, "leiten sich dann fundierte Empfehlungen für eine weiter verbesserte Praxis des Selbstgesteuerten Lernens ab." Auf dieser Basis wird es in Karlsruhe individuelle Beratungen sowie Schulungen von Lehrern, Trainern, Weiterbildnern und anderen Multiplikatoren geben. Zudem ist der Auf- und Ausbau von Datenbanken und Netzwerken zum Selbstgesteuerten Lernen vorgesehen. Am Ende des Projekts, so hofft Bröker, soll in Abstimmung mit den verschiedenen regionalen Akteuren der Grundstein für ein entsprechendes Beratungs- und Kompetenzzentrum für Karlsruhe gelegt werden.

Nähere Informationen:


Dr. Andreas Bröker
Tel.: 0721 / 608-8201/-8209 oder

... mehr zu:
»FSZ »Fernstudienzentrum

E-Mail: Andreas.Broeker@fsz.uni-karlsruhe.de

| Uni Karlsruhe
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/pm_1239.html

Weitere Berichte zu: FSZ Fernstudienzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie