Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fit für den Einsatz auf internationalem Parkett

31.07.2000


Peinliche Missverständnisse zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen führen immer wieder dazu, dass Firmen attraktive Aufträge verloren gehen und politische Verhandlungen scheitern. Mittlerweile setzt sich jedoch auch in Deutschland die Erkenntnis immer mehr durch, dass Sprachkenntnisse allein nicht ausreichen, um auf fremden Märkten Erfolg zu haben. Die Fähigkeit, sich in anderen Kulturen sicher und ohne anzuecken zu bewegen, muss hinzukommen. Solche sogenannten "soft skills" (weichen Fertigkeiten) werden auf dem Arbeitsmarkt immer mehr zu einem Prüfstein bei der Stellenvergabe. Spezialisten auf dem Gebiet der interkulturellen Kommunikation werden immer häufiger gesucht, etwa in der Weiterbildung, Politik aber auch im Verlagswesen.

Um Absolventen dafür fit zu machen, hat sich die Technische Universität Chemnitz etwas Neues einfallen lassen: Ab dem Wintersemester 2000/20001 richtet sie als erste deutsche Universität das Magister-Hauptfach "Interkulturelle Kommunikation" ein. Die Studenten können dieses Hauptfach im Rahmen des sogenannten "Chemnitzer Modells" mit einem Hauptfach aus den Ingenieur-, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften kombinieren. Das sind zur Zeit Wirtschaftswissenschaften, Verfahrenstechnik, Mathematik, Informatik, Grafische Technik und Automatisierungstechnik. Die Kombination mit einem Hauptfach der Philosophischen Fakultät ist in Ausnahmefällen ebenfalls möglich.

In Seminaren, Vorlesungen und praktischen Übungen geht es beispielsweise um Gesprächs- und Verhaltensanalysen, auswärtige Kulturpolitik, internationale Wirtschaftsbeziehungen, interkulturelle Kommunikationssituationen sowie rhetorische Besonderheiten in unterschiedlichen Kulturen. Daneben kommt auch die Sprachausbildung nicht zu kurz.. Neu ist darüber hinaus ein sogenannter Spezialisierungsmodul: Im Wintersemester 2000/2001 umfasst er "Angewandte Sprachwissenschaft" und "Weiterbildungsmanagement". Und nicht zuletzt sind ein Auslandssemester und zusätzlich ein mindestens achtwöchiges Auslandspraktikum Bestandteile des Studiums. Darüber hinaus werden Seminare mit Exkursionen ins Ausland kombiniert.

Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester. Das Studium kann sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester begonnen werden. Studienvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife. Kenntnisse der englischen oder französischen Sprache auf Abiturniveau sind bis zur Zwischenprüfung nachzuweisen.

Wer noch Fragen hat, kann sich an die Zentrale Studienberatung der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62, 09107 Chemnitz, Telefon (03 71)5 31-18 40, -16 37, E-Mail studienberatung@tu-chemnitz.de wenden.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach |

Weitere Berichte zu: Parkett Wirtschaftswissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie