Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer und Goethe: »Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden«

12.09.2000


Man wirft Absolventen deutscher Hochschulen gerne vor, sie seien Viel-Wisser und Nichts-Könner. Industrielle und Professoren klagen gleichermaßen über eine schon mangelhafte Vorbereitung der Schülerinnen

und Schüler auf das Studium. Auch der Bundeswirtschaftsminister hat den Handlungsbedarf erkannt: »Wir benötigen eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Universitäten, öffentlich geförderten Forschungsinstituten und der Wirtschaft.«

Die Erfinder in der Fraunhofer-Gesellschaft, Spezialisten für maßgeschneiderte Lösungen, haben auch hierfür den Lösungsansatz gefunden: TheoPrax, die Verbindung von Theorie und Praxis, die das erlernte Wissen von Schülern und Studenten früher und schneller mit industriellen Fragestellungen und Arbeitsabläufen zusammenbringt. Mit Unterstützung der Wissenschaftler und Ingenieure bearbeiten die NachwuchsforscherInnen echte Aufträge aus der Industrie. Sie erleben die Realität des Arbeitslebens.

Das Saarbrücker Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP ist eines von acht Kommunikationszentren des Theo-Prax-Netzwerks. Und tut noch mehr an dieser Stelle: Das IZFP hat sein Engagement auf Schulpatenschaften ausgedehnt und so einen Rahmen geschaffen für vielseitige Wechselwirkungen zwischen SchülerInnen, LehrerInnen und den technisch-wissenschaftlichen Inhalten der Institutsarbeiten. Das IZFP bietet Praktikumsplätze, Informationsveranstaltungen, Übernahme von Unterrichtsstunden zu wissenschaftlichen Themen. Schulteams bearbeiten unter Betreuung eines Institutsmitarbeiters ausgewählte wissenschaftliche Projekte. Das Team erstellt den Arbeits-, Zeit- und Kostenplan, diskutiert mit den Fachleuten, führt das Projekt eigenverantwortlich durch und erwirtschaftet auch eine finanzielle Entlohnung.

Im Rahmen bestehender Patenschaften bearbeiten zur Zeit SchülerInnen der Saarbrücker Gymnasien Marienschule und Otto-Hahn-Gymnasium in Projektteams wichtige Vorlaufarbeiten zu aktuellen Industrieaufträgen des Institutes: sie messen z.B. Ausbreitungsgeschwindigkeiten verschiedener Ultraschallwellen in Metallen und Kunststoffen als Funktion der Temperatur oder bestimmen die Spannungen in Eisenbahnschienen.

»Allerdings sind wir mit dem Feedback aus der saarländischen Industrie noch nicht so zufrieden«, räumt Dr. Eckhardt Schneider, Projektleiter der Schulpatenschaften und TheoPrax, ein: »Aber wir hoffen, dass die Industrie Vertrauen in die Arbeit der Schulteams gewinnt, wenn wir im Herbst die ersten Ergebnisse vorstellen. Schließlich vertrauen auch wir als Forschungsinstitut den Fähigkeiten der Nachwuchsforscher.«

Der Vorteil für die Industrie liegt auf der Hand: Nachwuchs, der praxisnäher ausgebildet ist, der mit Engagement firmeninterne Weiterentwicklungen unterstützt und gleichzeitig Einblick in verschiedene Berufsbilder nimmt.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Ulrike Dröschel |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

nachricht Neues Ausbildungsjahr startet mit acht modernisierten Berufen
27.07.2016 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Experimentalphysik - Protonenstrahlung nach explosiver Vorarbeit

LMU-Physiker haben mit Nanopartikeln und Laserlicht Protonenstrahlung produziert. Sie könnte künftig neue Wege in der Strahlungsmedizin eröffnen und bei der Tumorbekämpfung helfen.

Stark gebündeltes Licht entwickelt eine enorme Kraft. Ein Team um Professor Jörg Schreiber vom Lehrstuhl für Experimentalphysik - Medizinische Physik der LMU...

Im Focus: Der perfekte Sonnensturm

Ein geomagnetischer Sturm hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Jahrzehnte rätselte die Forschung, wie hoch energetische Partikel, die auf die Magnetosphäre der Erde treffen, wieder verschwinden. Jetzt hat Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität Potsdam mit einem internationalen Team eine Erklärung gefunden: Entscheidend für den Verlust an Teilchen ist, wie schnell die Partikel sind. Shprits: „Das hilft uns auch, Prozesse auf der Sonne, auf anderen Planeten und sogar in fernen Galaxien zu verstehen.“ Er fügt hinzu: „Die Studie wird uns überdies helfen, das ‚Weltraumwetter‘ besser vorherzusagen und damit wertvolle Satelliten zu schützen.“

Ein geomagnetischer Sturm am 17. Januar 2013 hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Der Sonnensturm ermöglichte einzigartige Beobachtungen, die...

Im Focus: New welding process joins dissimilar sheets better

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of light metals.
Scientists at the University of Stuttgart have now developed two new process variants that will considerably expand the areas of application for friction stir welding.
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH supports the University of Stuttgart in patenting and marketing its innovations.

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of...

Im Focus: Neuer Schalter entscheidet zwischen Reparatur und Zelltod

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die eine Zelle zu treffen hat, ist eine Frage von Leben und Tod: kann ein Schaden repariert werden oder ist es sinnvoller zellulären Selbstmord zu begehen um weitere Schädigung zu verhindern? In einer Kaskade eines bisher wenig verstandenen Signalweges konnten Forscher des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD an der Universität zu Köln ein Protein identifizieren (UFD-2), das eine Schlüsselrolle in dem Prozess einnimmt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht.

Die genetische Information einer jeden Zelle liegt in ihrer Sequenz der DNA-Doppelhelix. Doppelstrangbrüche der DNA, die durch Strahlung hervorgerufen werden...

Im Focus: Forscher entwickeln quantenphotonischen Schaltkreis mit elektrischer Lichtquelle

Optische Quantenrechner könnten die Computertechnologie revolutionieren. Forschern um Wolfram Pernice von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Ralph Krupke, Manfred Kappes und Carsten Rockstuhl vom Karlsruher Institut für Technologie ist es nun gelungen, einen quantenoptischen Versuchsaufbau auf einem Chip zu platzieren. Damit haben sie eine Voraussetzung erfüllt, um photonische Schaltkreise für optische Quantencomputer nutzbar machen zu können.

Ob für eine abhörsichere Datenverschlüsselung, die ultraschnelle Berechnung riesiger Datenmengen oder die sogenannte Quantensimulation, mit der hochkomplexe...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Heidelberg Laureate Forum: Eine Veranstaltung mit Zukunft

29.09.2016 | Veranstaltungen

Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane - Oktober 2016

29.09.2016 | Veranstaltungen

EEHE 2017 – Strom statt Benzin. Experten diskutieren die Umsetzung neuester Fahrzeugkonzepte. Call vor Papers endet am 31.10.2016!

28.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schwerste Atome im Rampenlicht

29.09.2016 | Physik Astronomie

Zelluläres Kräftemessen

29.09.2016 | Interdisziplinäre Forschung

K 2016: Von OLED-Verkapselung bis Plagiatschutz

29.09.2016 | Messenachrichten