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Europäische Hochschulen sprechen mit einer Stimme

04.04.2001


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»CRE »EUA
In Salamanca ist jetzt mit der European University Association (EUA) erstmals eine umfassende Interessenvertretung der europäischen Hochschulen gegründet worden. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Confederation
of EU Rectors’ Conferences und der Association of European Universities (CRE) und vertritt die Hochschulen gegenüber der Europäischen Kommission , dem Europaparlament, dem Europarat und anderen supranationalen Organisationen. Wie zuvor die CRE organisiert die EUA nicht nur themenbezogene Konferenzen, sondern versorgt ihre Mitglieder auch mit Informationen und Konzepten zur Entwicklung der Hochschulen.

Die HRK, die die Vereinigung von CRE und Confederation aktiv unterstützt hat, begrüßt ausdrücklich, dass die europäischen Hochschulen nun mit einer Stimme sprechen. Die EUA repräsentiert die Rektorenkonferenzen der EU-Mitgliedsstaaten sowie zahlreicher anderer europäischer Staaten, inclusive der Türkei, und rund 550 europäische Universitäten von Portugal bis Russland und Aserbeidschan.

Zum ersten Präsidenten der EUA wurde mit großer Mehrheit Professor Eric Froment, früherer Präsident der Université de Lyon 2 gewählt. Außerdem im Vorstand vertreten sind Prof. Jaak Aaviksoo (Estland), Prof. Roderick Floud (Großbritannien), Prof. Andrei Marga (Rumänien), Prof. André Oosterlinck (Belgien), Prof. Lucy Smith (Norwegen), Prof. Carles Solà Ferrando (Spanien), Prof. Luc Weber (Schweiz) und Prof. Georg Winckler (Österreich).

Die in Salamanca versammelten Vertreter europäischer Hochschulen und Regierungen beschäftigten sich zugleich mit der Fortsetzung des Bologna-Prozesses und formulierten Empfehlungen an die europäischen Bildungsminister. Diese werden Mitte Mai 2001 in Prag die in Bologna im Juni 1999 begonnene Diskussion über den Europäischen Hochschulraum fortsetzen.

Die Hochschulvertreter sprachen sich für eine weitgehende Autonomie der Hochschulen bei der Mittelzuweisung, bei der Definition von Lehrinhalten und Forschungsbereichen und bei der Auswahl von Lehrenden und Studierenden aus. Sie bekannten sich nachdrücklich zu der in der Bologna-Erklärung geforderten Einführung gestufter Studiengänge überall dort, wo dies sinnvoll sei, und zur Verantwortung der Hochschulen dafür, ihre Studierenden für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Sie begrüßten ergänzende Maßnahmen wie ECTS und das Diploma Supplement, die die Internationalisierung des Hochschulbereichs erleichtern, und sprachen sich für eine verstärkte europäische Koordinierung der nationalen und regionalen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Akkreditierung aus.

Das offizielle Schlussdokument der Salamanca-Konferenz wird in den nächsten Tagen auf den Homepages der Konferenz (www.salamanca2001.org) sowie der European University Association ( www.unige.ch.eua ) erhältlich sein.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Susanne Schilden | idw

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