Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenswerkstatt für Technische Informatik

22.02.2001


Uni Rostock koordiniert multimediales Lehr- und Lernsystem
Im April startet an der Universität Rostock und weiteren elf deutschen Hochschulen das Verbundprojekt "Wissenswerkstatt Rechensysteme". Es wird im
Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Projektes ist die Erstellung von Multimedia-Modulen für das Fach Technische Informatik, die beliebig miteinander kombiniert und in einer internetbasierten Lehr- und Lernumgebung eingesetzt werden können. Der Projektgruppe an der Universität Rostock um Prof. Dr. Djamshid Tavangarian obliegt die Koordinierung des Teams. Durch das Projekt entstehen an den beteiligten Hochschulen zusätzlich zu den vorhandenen Projektmitarbeitern insgesamt 14 ganze und 6 halbe Arbeitsplätze, davon 3,5 in Rostock.

Nach einer dreijährigen Laufzeit des Vorhabens sollen insgesamt ca. 150 multimediale Lehr- bzw. Lernmodule fertiggestellt sein, die jeweils den Stoff von vier Wochen Lehre zum Inhalt haben. Damit entsteht ein modernes Lehrmaterial für insgesamt 26 Semester für Vorlesungen und Übungen sowie 7 Semester Praktikum. Es deckt das gesamte Spektrum der Technischen Informatik ab, darunter die mathematischen und technischen Grundlagen, Rechnerarchitektur, Rechnernetze, Betriebssysteme sowie spezielle Architekturen für die Parallelverarbeitung oder für das Internet. Alle Module werden von den Autoren mit Kommentaren versehen, durch die aus einer einzigen Lehreinheit drei verschiedene Versionen von einführenden über aufbauende bis zu vertiefenden Darstellungen generiert werden können. Die Beteiligung von Projektpartnern aus der Industrie und den Fachgesellschaften GI und ITG soll eine hohe Qualität des ent-stehenden Materials nach inhaltlichen, gestalterischen und didaktisch-pädagogischen Gesichtspunkten sicherstellen.
Besondere Beachtung wird das spezifisch weibliche Lerninteresse finden, um den Anteil von Frauen am Informatikstudium (heute unter 10 Prozent) dauerhaft zu heben. Gerade der Einsatz multimedialer Lernumgebungen kommt dem Lernverhalten der Studentinnen sehr entgegen, im Gegensatz zu früheren, eher stigmatisierenden Ansätzen wie z.B. gesonderten Frauenveranstaltungen.

Die entstehenden Module sollen nicht nur in der universitären Ausbildung der beteiligten Hochschulen und den Weiterbildungsveranstaltungen der Projektpartner eingesetzt werden, sondern es wird auch eine Nutzung an anderen Einrichtungen angestrebt. Die zu erhebenden Nutzungsgebühren sollen auch nach Ende der Förderung einen kostendeckenden Betrieb und die laufende Aktualisierung des Systems ermöglichen.
Obwohl es nach wie vor schwer ist, Mitarbeiter mit fundierten Informatikkenntnissen zu finden, wird aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auch in didaktisch-pädagogischer oder gestalterischer Richtung sowie der interessanten Arbeit in einem großen, gesamtdeutschen Team mit einer ausreichenden Zahl geeigneter Bewerber gerechnet.

Fachbereich Informatik
Dr. Siegmar Adomssent
T: 0381 498 3382

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw

Weitere Berichte zu: Lernumgebung Modul Wissenswerkstatt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften