Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Würzburg führt Chipkarte für Studierende ein

08.01.2001


Heute, 8. Januar, war es soweit: Pünktlich zu Beginn der Rückmeldung für das kommende Sommersemester gab Bruno Forster, Kanzler der Universität Würzburg, den Startschuss zum Einsatz der Multifunktionalen
UniverstätsChipkarte "MUCK". Die Universität Würzburg ist damit die erste Universität Bayerns, die eine solche vielfältig verwendbare Chipkarte zur Verfügung stellt.

Laut Kanzler Bruno Forster ist damit ein ganz entscheidender Schritt gelungen, um Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und "kundenfreundlicher" zu gestalten. Einsatzbereit sind zunächst zwei Selbstbedienungsterminals im zentralen Verwaltungsgebäude der Universität am Sanderring. Dort können Studierende Adressänderungen und Rückmeldungen vornehmen, den Semesterbeitrag und das Verkehrsbetriebeticket bezahlen und sich Dokumente, beispielsweise den Studentenausweis, ausdrucken lassen.

Das bisherige Rückmeldeverfahren wird somit den Bedürfnissen der Studierenden entsprechend ergänzt und verbessert. Die Mängel wurden in einer Umfrage festgestellt. Schlecht finden die Studierenden die Öffnungszeiten der Studentenabteilung, das Bezahlen des Semesterbeitrags an einem anderen Ort und den Umstand, dass die Rückmeldung nur zentral am Sanderring möglich ist. Die ersten beiden Beschwerden sind ab sofort behoben. Für das kommende Sommersemester ist die Behebung der dritten Klage geplant: Rückmeldungen an Selbstbedienungsterminals werden von verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet möglich sein - Hubland, Universitätsgebäude am Wittelsbacherplatz, Klinikum in Grombühl.

Mit "Muck" können Studierende nun in Mensa und Cafeteria Rechungen begleichen sowie Kopierer und Cip-Pools im Rechenzentrum benutzen. Mitarbeiter der Universität verwenden die Karte außerdem zur Gleitzeiterfassung, als Zugang zu gesicherten Räumen und zur Öffnung von Zufahrten.

Als Pilotprojekt gibt es die Karte schon seit Sommer 1999. Etwa 100 Studierende haben seinerzeit ihre Mensakarten in der Studentenabteilung registrieren lassen. Am Terminal wurde von jedem selbst die Immatrikulationsnummer in ein persönliches Codewort umgeschrieben, das den Zugang zu den eigenen Daten eröffnet.

Ausgangspunkt für die Aktivitäten der Universität war ein Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst im Jahre 1996: Erarbeitet und durchgeführt werden sollte ein Konzept für die Einführung von Selbstbedienungseinrichtungen an der Universität und deren Umsetzung in der Praxis. Wichtige Voraussetzungen waren die Entwicklung einer umfassenden und integrierten Datenverarbeitung als Grundlage und eine Software, welche die Selbstbedienungsfunktionen - mit entsprechender Datensicherung - zulässt. Auf der Chipkarte werden zudem keinerlei Daten gespeichert. Sie dient lediglich als Schlüssel, um den Anwender zu identifizieren und als Speichermedium für Geldbeträge, die an speziellen Automaten aufgeladen werden können.

Verwendet wird die bereits im Studentenwerk eingesetzte kontaktlose Mifare-Karte. Per Touchscreen ist nun am Terminal eine direkte, durch modernste DV-Techniken abgesicherte Datenkommunikation mit den Hochschul-Hintergrundsystemen möglich. Ziel der Universität ist eine Erhöhung der "Kundenfreundlichkeit" sowie die Verwaltungsvereinfachung. Dabei handelt es sich natürlich auch um eine Optimierung von Verwaltungsabläufen, die vor allem auf der operativen Ebene der Fakultäten, Institute und Lehrstühle wirken soll. Das Projekt ist insofern kein Projekt der Hochschulverwaltung, sondern dient der gesamten Hochschule.

Ansprechpartner: Dr. Stefan Vorderobermeier, Leiter der Abteilung Studium und Lehre, T (0931) 31-2229, E-Mail

<studium-lehre@zv.uni-wuerzburg.de>

Dr. Horst Pfrang, Leiter des Referates Organisation und Controlling, T (0931) 31-2254, Fax (0931) 31-2600, E-Mail

<kanzlerbuero@zv.uni-wuerzburg.de>

Adolf Kaeser | idw

Weitere Berichte zu: Chipkarte Selbstbedienungsterminal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie