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In den Schulen wird das Interesse an Naturwissenschaft und Technik gefördert

13.03.2003


Seit 2000 untersützt »NaT-Working« die schulische Pflege der naturwissenschaftlich-technischen Kultur


Die Robert-Bosch-Stiftung hat nach eigenen Angaben seit 2000 mit bisher über 1,7 Mio. bundesweit über 40 regionale NaT-Working-Netze (NaT-Working = »Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich«) gefördert, an denen jeweils mehrere Schulen in der Nähe einer Forschungseinrichtung beteiligt sind. Ziel dieses Programms ist es, die wissenschaftliche Neugier von Schülern und Lehrern zu intensivieren. Die Mittel wurden zum Beispiel für Sommerschulen, Laborkurse, den Bau von Robotern, molekularbiologische Versuche und chemische Experimente verwendet.

»NaT-Worker« gibt es in den Fächern Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Informatik, Geowissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Astronomie. Am 10. März 2003 erhielten fünf herausragende Initiativen die NaT-Working-Preise 2003 für beispielhaftes ehrenamtliches Engagement der Beteiligten sowie den Erfolg, den sie im Sinne ihres Anliegens verzeichnen können. Die Preisgelder sollen für besondere Aktivitäten der beteiligten Schüler, Lehrer und Wissenschaftler verwendet werden. Der 2. (4.000) und der 3. Preis (3.000) fielen an Initiativen, die von der Universität ausgegangen sind und hier ihren Dreh- und Angelpunkt haben.


Mit dem 2. Preis wurde das »Netzwerk Universität - Gymnasium - Industrie: Molekularbiologie und Biotechnologie ins Gymnasium« (NUGI) ausgezeichnet. NUGI mit seinem Autor und Leiter Dr. Erhard Stupperich (Abteilung Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Ulm, Tel. 0731-50-22715) hat bewirkt, daß in mehr als 20 Schulen der Region moderne, anspruchsvolle und schülergerechte Experimente aus der Molekularbiologie, Gentechnik und Biotechnologie im Unterricht etabliert werden konnten. Den Schülern und Schülerinnen, die in dieser Weise an die Grundlagen der Disziplinen herangeführt werden, öffnet sich der Blick für ein wissenschaftliches Segment, das in stürmischer Entwicklung begriffen ist und in Gegenwart und Zukunft große gesellschaftliche Bedeutung hat. Sie können damit auch ihre Neigungen für einschlägige Studienfächer entdecken oder überprüfen. Unterstützung erhalten die Schulen insbesondere in Gestalt der Einrichtung moderner Biologielabore und der Organisation von Lehrerfortbildungen. Das entschiedene und uneigennützige Engagement der Wissenschaftler der Universität Ulm bildet die Grundlage des Erfolgs.

Den 3. Preis erhielt die Initiative »Schüler bauen Roboter« (Robot Building Labs). »The Cool Science Institute« (TCSI, www.tcsi.de), ein gemeinnütziger Verein, der von Dr.-Ing. Gerhard Kraetzschmar, Abteilung Neuroinformatik der Universität Ulm (Tel. 0731-50-24155), ins Leben gerufen wurde, ist Träger der Aktivitäten. Er will Schüler und Schülerinnen durch Roboterbauwettbewerbe zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit der Technik und ihren physikalischen Grundlagen anregen. »Science and Fun« heißt das Motto des Vereins. Die Initiatoren sind überzeugt, daß naturwissenschaftliche Bildung in der Schule Spaß machen muß, damit die Schüler daran langfristig interessiert bleiben. In Roboterbaulaboren bauen und programmieren Teams von zwei bis fünf Schülern kleine Roboter. Die Robotermechanik wird aus LEGO-Technic-Bauteilen oder Tetrixx-Komponenten zusammengesetzt. Kostengünstige Gleichstrommotoren und Modellbauservos dienen als Antrieb, Modellbauakkus liefern die Energie. Einfache Elektronikbauteile wie Schalter, Fotowiderstände und -transistoren sowie Ultraschallsensoren werden als Sensoren eingesetzt. Programmierbare Microcontroller, die die Schüler teilweise selbst zusammenbauen und testen, sind die Schalt- und »Denk«-Zentrale der Roboter. Die notwendigen Vorkenntnisse für diese Arbeiten werden in kleinen Lehreinheiten als Tutorien vermittelt. Die Schüler müssen ihre Projekte dokumentieren und Berichte und Reportagen darüber anfertigen. In regionalen und überregionalen Wettbewerben präsentieren die Teams ihre Produkte auch der Öffentlichkeit.

Kontakt:

Peter Pietschmann
Universität Ulm, Pressestelle
Albert-Einstein-Allee 5, 89081 Ulm
Telefon: 0731-50-22020,-22021
Telefax: 0731-50-22048
E-Mail: peter.pietschmann@rektoramt.uni-ulm.de

Peter Pietschmann | Universität Ulm
Weitere Informationen:
http://www.nat-working.de

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