Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsmotor Nanoelektronik

03.03.2003


Neue Broschüre zeigt die Stärken Deutschlands und erläutert den Förderansatz des BMBF



Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit 78 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2003 die Erforschung der Nanoelektronik - als Innovationsmotor für den Standort Deutschland. Mit der neuen Broschüre Förderkonzept Nanoelektronik zeigt das Ministerium, wo und warum sich gerade Deutschland in der Mikro- und Nanoelektronik profilieren konnte und bei welchen zukünftigen Themen das BMBF Spitzenforschung als Standortvorteil ausbauen möchte.



Nanoelektronik ist für den Standort Deutschland ein zentrales Innovationsfeld. Dabei geht es nicht nur um die forschungsintensive Chipindustrie. Winzige elektronische Bauelemente bestimmen in fast allen technischen Branchen immer stärker den Wettbewerbsvorsprung von Unternehmen am Standort Deutschland. Die Elektronik trägt zum Beispiel zu immer größeren Anteilen zur Wertschöpfung im Automobil- und Maschinenbau bei. Auch hier dringt die Forschung in den Nanobereich - zu Dimensionen von millionstel Millimetern.

95.000 Arbeitsplätze hängen in Deutschland laut Branchenverband Bitkom von Elektronik-Bauelementen ab. Zählt man den erweiterten Bereich von Hardware, Software und IT Dienstleistungen hinzu, so sind es 791.000 Jobs. Damit hat diese Branche in Deutschland mittlerweile eine Bedeutung, die vergleichbar mit der Automobilindustrie ist.

Durch gezielte Förderung konnte sich besonders der Elektronikstandort Dresden zum größten in Europa entwickeln. Dabei gelang auch die Ansiedlung wichtiger ausländischer Unternehmen. Seit 1994 sind dort nach einer Studie des DIW 16.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstanden.

Die zukünftige Förderung des BMBF verfolgt in Deutschland zwei Schwerpunkte: zum einen die Stärkung der Elektronik als eigenen Wirtschaftszweig, zum anderen als Innovationsmotor für andere Wirtschaftszweige. Dabei werden vor allem Forschungen unterstützt, die einen Ausbau oder eine Neuansiedlung von Produktionsstätten in Deutschland zur Folge haben. Ein weiteres Ziel ist die breitenwirksame Förderung von Systemlösungen, bei denen die Elektronik auf spezielle Anwendungen zugeschnitten wird: beispielsweise in der Kommunikationstechnik, Biotechnologie, Sicherheitstechnologie oder Bildverarbeitung. Außerdem werden Ideen zu neuartiger Nanoelektronik - z.B. Nanotubes oder Magneto /Spinelektronik - gefördert. Auch für längerfristige Entwicklungen sollen sich Know How und Orientierungswissen aufbauen.
Das Förderkonzept ist ein Teil des BMBF-Programms "IT-Forschung 2006".

Die Broschüre Förderkonzept Nanoelektronik kann bezogen werden beim:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 30 02 35
53182 Bonn

Tel.: 01805-BMBF02 bzw. 01805-262302
Fax: 01805-BMBF03 bzw. 01805-262303
0,12 Euro / Min.
E-Mail: books@bmbf.bund.de

oder im Internet unter http://www.bmbf.de/pub/foerderkonzept_nanoelektronik.pdf herunter geladen werden

Ansprechpartner für fachliche Fragen:

Dr. Uwe Weigmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Nanoelektronik- und systeme
Rutherfordstr. 2
12489 Berlin
Tel.: (030) / 670 55 721/-720
Fax: (030) / 670 55 722
mailto:Uwe.Weigmann@dlr.de


Dr. Jochen Dreßen
VDI Technologiezentrum
Physikalische Technologien
Graf-Recke-Str. 84
40239 Düsseldorf
Tel.: (02 11) / 6214-580
Fax.: (02 11) / 6214-484
mailto:dressen@vdi.de


Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/foerderkonzept_nanoelektronik.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie