Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Universität Mannheim und die Hochschule Harz (FH) als best practice-Hochschulen 2003 ausgezeichnet

25.02.2003


Centrum für Hochschulentwicklung zeichnet Hochschulen für vorbildliche


Reformen aus

... mehr zu:
»Budget »Harz

Die Universität Mannheim und die Hochschule Harz (FH) sind vom Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als best practice-Hochschulen 2003 ausgezeichnet worden. Das Management der Hochschulen sei vorbildlich für die Modernisierung der deutschen Hochschullandschaft, hieß es in der Begründung. "Den beiden Hochschulen ist es gelungen, ein scharfes Profil auszubilden und sich dadurch im nationalen und internationalen Wettbewerb zu positionieren", kommentiert Detlef Müller-Böling die Entscheidung der Gutachterkommission. Müller-Böling leitet das CHE, das den Wettbewerb im Jahr 2000 ins Leben gerufen hat.

Die Universität Mannheim hat sich in den vergangenen zehn Jahren als eine der führenden Hochschulen im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften profiliert. Dieser Entwicklung liegen umfassende Reformen zugrunde, mit denen ein professionelles Management installiert wurde. So stimmen beispielsweise die Fakultäten ihre Ziele mit der gesamtuniversitären Strategie des Rektorates ab. Fakultäten und Rektorat schließen hierzu jährlich Zielvereinbarungen ab. Seit langem verteilt die Unileitung das Budget transparent und leistungsorientiert. Außerdem wurden Entscheidungs- und Kontrollkompetenzen der zentralen Leitungsgremien getrennt und die Größen der einzelnen Fakultäten optimiert. Die Universität war bereit, einzelne Fächer zu schließen, die nicht ideal in das Profil passen, um freie Ressourcen zur strategischen Entwicklung zu gewinnen. Die anerkannt hohe Leistungsfähigkeit der Hochschule zeige, dass sich Profilierung auszahlt, heißt es in der Stellungnahme der Gutachter.


Weiterhin zeichnet sich die Universität Mannheim durch eine systematische Qualitätssicherung in Forschung und Lehre aus. Regelmäßig bewerten die rund 11.000 Studierenden ihre Lehrveranstaltungen. Zur Auswertung wurde eigens ein maschinenlesbares Instrumentarium entwickelt. Ebenso wird die Qualität von Studienprogrammen und Curricula überprüft, beispielsweise durch Evaluationen oder durch die Akkreditierung bei internationalen Agenturen. Auch wählt die Universität Mannheim als erste staatliche Hochschule in Deutschland bereits seit Beginn der 90er Jahre einen Teil ihrer Studierenden selbst aus. Neben neuen interdisziplinären Studiengängen sind Studiengänge für Studierende aus dem Ausland konzipiert worden, unter anderem als internationale Masterstudiengänge. Die Hochschule konnte dadurch ihren Ausländeranteil seit Mitte der 90er Jahre auf nunmehr 18 Prozent verdoppeln. Eine systematische Personalentwicklung, ein umfangreiches Marketing und die gelungene Einbindung des Absolventenvereins in den Arbeitsalltag der Hochschule runden das positive Bild der Universität Mannheim ab.

Die Hochschule Harz hat seit ihrer Gründung 1991 unter Beweis gestellt, dass ein effektives Management und Angebote, die sich an den Bedürfnissen von Studierenden ausrichten, einen vermeintlichen Standortnachteil mehr als wettmachen können. Qualitätskontrollen, Marketingaktivitäten, zentrale Budgets für Forschungsprioritäten und ein für eine Fachhochschule vergleichsweise hohes Aufkommen an Drittmitteln überzeugten die Jury. Die Gutachter schätzen außerdem, dass Studienanfänger, Studierende und Absolventen befragt werden, um Verbesserungspotenziale zu erkennen. Der "Leitfaden Studieren" unterscheidet Teilaspekte des Studierens von der Kontaktaufnahme zu Schülern bis zum Berufseinstieg und verdeutlicht, dass die Hochschule ihre Angebote mit den Augen der Studierenden zu sehen versucht. Gelobt werden ferner die internationale Ausrichtung der Studienprogramme, virtuelle Angebote und neue kombinierte Studiengänge (z.B. Wirtschaftspsychologie), deren Absolventen besonders gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt eingeräumt werden. Insgesamt zeichnet sich die Hochschule Harz durch ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept aus, das sich herumgesprochen hat: 50 Prozent der Studierenden kommen aus anderen Bundesländern, durchschnittlich könnte jeder Studienplatz sechsmal vergeben werden.

Das CHE hatte alle Mitgliedshochschulen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eingeladen, sich um den Titel best practice-Hochschule 2003 zu bewerben. Sechs Universitäten und acht Fachhochschulen haben sich beteiligt. Neben dem Innovationsgehalt der Maßnahmen und dem Stand ihrer Umsetzung war der ganzheitliche Reformansatz entscheidend für die Vergabe. Die Gutachterkommission wurde von Professor Hans N. Weiler, Stanford University/USA, geleitet.

Das CHE setzt sich für international wettbewerbsfähige Hochschulen in Deutschland ein. Neben gutachterlichen Stellungnahmen werden mit Hilfe internationaler Vergleiche Modelle zur Modernisierung der Hochschulen entwickelt. Im Dialog mit Hochschulen und Politik werden diese in Pilotprojekten konkretisiert. Das CHE ist eine gemeinnützige Einrichtung, die von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragen wird.

Rückfragen an:
Erik Otto
Telefon: 05241 - 976133
E-Mail: erik.otto@che.de

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de/bestpractice

Weitere Berichte zu: Budget Harz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics