Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachwuchsförderung für die Wissenschaft im Dilemma

22.02.2001


... mehr zu:
»DFG »Nachwuchsförderung
Am 4. Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses, den die Kasseler Universität am 21. März veranstaltet, wird das Thema "Nachwuchsförderung und Zukunft der Wissenschaft" aufgegriffen. Dabei geht es um Vorschläge
zur Neuordnung der Nachwuchsförderung durch die DFG.

Kassel. Wissenschaftlicher Nachwuchs in Deutschland wird dringend gebraucht- für die Forschung und Lehre, als Professorinnen und Professoren an den Hochschulen. Doch schon bei der ersten Qualifikationsstufe nach dem Studium, bei der Promotion, besteht ein Dilemma: Einerseits ruft alles händeringend nach qualifiziertem wissenschaftlichen Nachwuchs, aber es gibt kaum Geld, um die Heranbildung dieses Nachwuchses angemessen zu finanzieren. Andererseits gibt es derzeit in einigen Natur- sowie in den Technikwissenschaften die paradoxe Situation, dass es Geld für Qualifikationsstellen in Universitäten gibt - aber keine Absolvent/inn/en, die die Stellen besetzen können oder wollen.
Wird allen Widrigkeiten zum Trotz die Doktorarbeit erfolgreich, erwartet den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland die nächste Stolperfalle: Im europäischen Vergleich gelten sie nun als zu alt. Und wer dann noch eine Professur an einer deutschen Universität zum Ziel seiner Karrierewünsche macht, muss langen Atem und extreme Risikobereitschaft aufbringen. Denn nun folgt die Habilitation, die sechs Jahre dauern kann. Und danach ist von einer Rufzusage bis zu lebenslanger Arbeitslosigkeit alles möglich; schließlich gilt man dann - mittlerweile im Alter zwischen Anfang bis Mitte Vierzig - als zu praxisfern, um noch im allgemeinen Arbeitsmarkt anzukommen.

Auch an der Universität Gesamthochschule Kassel spiegelt sich diese Situation wieder. Am 4. Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses, den die Kasseler Universität am 21. März veranstaltet, wird das Thema "Nachwuchsförderung und Zukunft der Wissenschaft" aufgegriffen. Dabei geht es einerseits um die übergreifende Perspektive, wie sie etwa Prof. Dr. Jürgen Mlynek (Präsident der Humboldt-Universität Berlin), der als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig war, vorstellen wird. Denn Deutschlands größter Forschungsförderer, die DFG, hat unter Leitung von Mlynek Vorschläge zur Neuordnung der Nachwuchsförderung durch die DFG erarbeitet. Am Nachmittag wird Wolf-Michael Catenhusen, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zum Thema "Einführung einer Juniorprofessur an den deutschen Hochschulen-Abschaffung der Habilitation. Anpassung an europäische Standards" sprechen.
In Arbeitsforen wird die Frage, wie an der GhK Forschung als biografische Leitperspektive für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelt werden kann, diskutiert werden.

Zu der Veranstaltung ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Kasseler Hochschulbundes, der zum Ende der Veranstaltung auch den Preis für das beste Poster des GhK-Nachwuchses vergibt. Das vollständig Programm ist abrufbar unter
http://www.uni-kassel.de/wiss_tr/Nachwuchs/TdwN2001.ghk
p/uh

Kontakt und weitere Information:
Dr. Wolfgang Adamczak
Forschungsförderung
Tel.: (0561) 804-2224
E-Mail: wissinfo@uni-kassel.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Ingrid Hildebrand | idw

Weitere Berichte zu: DFG Nachwuchsförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics