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"Licht"-streif am Horizont – Optische Technologien schaffen Wachstum und Arbeitsplätze

20.02.2003


VDMA und VDI gründen neue Forschungsvereinigung


Technologien mit Licht werden im 21. Jahrhundert zum entscheidenden Innovationsträger. "Allein in Deutschland könnte im Bereich Optischer Technologien in den nächsten Jahren ein Arbeitsplatzgewinn in sechsstelliger Höhe erfolgen", erklärte Diether Klingelnberg, Präsident des VDMA, anlässlich des Kongresses "Optische Technologien - Zukunft für die deutsche Wirtschaft", in Berlin. VDI-Präsident Prof. Hubertus Christ wies zudem auf die Bedeutung der Schlüsseltechnologie hin: "Bei zweistelligen Wachstumsraten rechnen wir in den kommenden zehn Jahren mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Milliarden Euro weltweit. Heute sind es 80 Milliarden Euro.

Der Markt für Optische Technologien - also Displays, Industrielle Bildverarbeitung, Laser und Laserbearbeitungsanlagen, Productronic (Maschinen für die Elektronik- und Halbleiterfertigung) - ist in Deutschland bereits weit entwickelt: Heute stehen deutsche Mittelständler sowohl in der Laserentwicklung als auch in der Erschließung neuer Anwendungsfelder an der Weltspitze. In den letzten 10 Jahren hatte die Laserbranche im Schnitt Wachstumsraten von 15,5 Prozent. "Erfreulich für uns, denn deutsche mittelständische Unternehmen haben auf diesem Gebiet weltweit die Nase vorn. Doch nur, weil sie eine Bandbreite von 10 bis 20 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung stecken", so der VDMA-Präsident. Positiv sei ebenfalls das starke ostdeutsche Engagement für diese Schlüsseltechnologie, unterstrich VDI-Präsident Christ: "Besonders Unternehmen in den neuen Bundesländern sind hier erfolgreich".


Um die Weltmarktführerschaft dieser Schlüsseltechnologie am Wirtschaftsstandort Deutschland zu halten, werden VDMA und VDI eine neue Forschungsvereinigung Optische Technologien gründen. "Fortschritt und schnelle Verwirklichung von marktfähigen Produkten lassen sich in den Optischen Technologien nur durch fach- und branchenübergreifende Zusammenarbeit erzielen", kommentierte Christ diesen wichtigen Schritt. Klingelnberg betonte, dass eine solche Forschungsvereinigung "industriegetrieben sein muss".

Dass der Staat mit seiner Initiative "Innovation und Zukunftstechnologien im Mittelstand" und 280 Millionen Euro gezielt die mittelständischen Ideen im Bereich Optischer Technologien fördern will, unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Technologie, die auch wir sehen", so der VDMA-Präsident, "doch noch besser wäre es, wenn die mittelständischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter nicht zuvor selbst diese Summe durch höhere Steuern und Abgaben finanzieren müssten.

Um die Chancen dieser Schlüsseltechnologie am Wirtschaftsstandort Deutschland zu halten und zu verbessern, forderte Klingelnberg von der Politik, "endlich die Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen, die es dem Mittelstand erst ermöglicht, überhaupt Geld für Forschung und die Entwicklung innovativer Technologien aufzubringen." Die derzeit praktizierte Politik sei in dieser Hinsicht mehr als kontraproduktiv. "Mit steigenden Lohnnebenkosten und Steuererhöhungen, mit unflexiblen Arbeitsmärkten und wachsender Bürokratie werden weder Arbeitsplätze geschaffen noch Investitionen getätigt", so Klingelnberg. Um einen "Lichtstreif" für deutsche Mittelständler am Horizont zu erspähen, sei endlich "die Umsetzung der Erkenntnisse gefragt".

Für Rückfragen:

Marlies Schäfer, VDMA
Tel. +49 69 66 03-1411
Fax +49 69 66 03-2411
marlies.schaefer@vdma.org

Michael Schwartz, VDI
Tel. +49 211 62 14-2 75
Fax +49 211 62 14-1 56
schwartz@vdi.de

Sabine Ramge-Wein | PR plus Mediathek GmbH
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de/presse

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