Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HRK unterstützt DFG-Empfehlungen zur verbesserten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

21.02.2001


... mehr zu:
»DFG »DFG-Empfehlung »Nachwuchs
Das Plenum der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat am 19./20. Februar in Berlin die DFG-Empfehlungen zur verbesserten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstützt. Eine Präsidialarbeitsgruppe
der Deutschen Forschungsgemeinschaft hatte im letzten Jahr Empfehlungen zur zukünftigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch die DFG vorgelegt. HRK-Präsident Professor Dr. Klaus Landfried erläuterte im Anschluss an die HRK-Plenarsitzung, dies sei ein anderer Kernbereich der anstehenden Dienstrechtsreform. "Die öffentliche Diskussion hat sich bisher zu sehr auf die Professorenbesoldung konzentriert", sagte Landfried . "Aber es sind auch Veränderungen in den Qualifikationsstrukturen nötig, die eine Neuordnung auch der Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen Bereich gerade unterhalb der Professorenebene mit sich bringen müssen."

In dem Plenarbeschluss wird u.a. empfohlen, Stellenpläne, in denen jede Professoren- und Mitarbeiterstelle verbindlich festgelegt ist, durch eine flexible Personalentwicklung in Eigenverantwortung der Hochschulen zu ersetzen, wie dies in einigen Ländern bereits geschieht. Dies entspricht auch den kürzlich veröffentlichten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Personalstruktur und Qualifizierung. Die Hochschulen sollten nach Auffassung des HRK-Plenums in die Lage versetzt werden, Aufgaben, Status und Vergütung der jeweiligen Mitarbeiter nach den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Faches eigenständig festzulegen.

Das Plenum unterstützt auch den Beschluss der DFG, dass Nachwuchswissenschaftler im Rahmen geförderter Projekte ihre eigene Stelle beantragen können. Die Hochschulen sollten außerdem die Möglichkeit erhalten, Doktoranden auf deren Wunsch auch auf Qualifikationsstellen zu beschäftigen, die aus Stipendien und anderen Mitteln finanziert werden könnten. Für die Doktoranden hätte dies den Vorteil, dass sie neben der Kranken- auch durch Arbeitslosen- und Rentenversicherung sozial abgesichert wären.

Darüber hinaus sollen sich nach Auffassung der HRK die Hochschulen künftig verstärkt dafür einsetzen, dass etwa durch career centers und die Vermittlung von wirtschaftsnahen Zusatzqualifikationen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch noch nach der Promotions- und Postdoktorandenphase Karrierewege in der Wirtschaft eröffnet werden.

Die Plenarversammlung appellierte an Bund und Länder, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um die Vergütung der Nachwuchswissenschaftler stärker wettbewerbs- und leistungsorientiert zu gestalten. Deren Dienstaufgaben sollten flexibel und ohne starre Stellenkategorien definiert werden. Andernfalls könne sich in einigen Fächern die Tendenz verstärken, direkt nach dem Abschluss des Hochschulstudiums in die Wirtschaft zu wechseln. Um das Innovationspotential Deutschlands zu erhalten, sei es aber unerlässlich, eine ausreichende Zahl von Nachwuchswissenschaftlern auch für die Wissenschaft heranzubilden. Die gegenwärtig stattfindende Reform des Hochschuldienstrechts müsse hierfür genutzt werden.
(Wortlaut des Beschlusses im Internet unter www.hrk.de)

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Susanne Schilden | idw

Weitere Berichte zu: DFG DFG-Empfehlung Nachwuchs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven

22.11.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt

22.11.2017 | Informationstechnologie

CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate

22.11.2017 | Förderungen Preise