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"Global Labour University" geplant: ILO vergibt Pilotprojekt an FHW Berlin und Uni Kassel

10.02.2003


Die Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin und die Universität Kassel (UNIK) werden gemeinsam als Pilotprojekt der neu entstehenden "Global Labour University (GLU)" ein einjähriges Masterprogramm "Global Labour Policies" entwickeln und in den Jahren 2004/05 einrichten. Der Aufbau einer "Global Labour University" ist ein auf fünf Kontinente angelegtes Projekt der Internationalen Arbeits-Organisation (International Labour Organisation ILO) in Kooperation mit der internationalen Gewerkschaftsbewegung.



Bei der jetzt getroffenen Entscheidung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der ILO, der Hans-Böckler-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DGB über die Vergabe des Projektes konnten sich die FHW Berlin und die Universität Kassel gegen ihre Mitbewerber von der Universität Bremen und der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik durchsetzen.

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Die von der ILO geplante "Global Labour University" hat zum Ziel, durch den Masterstudiengang Gewerkschaftsführer und junge Gewerkschaftsexperten weltweit besser zu qualifizieren und damit das intellektuelle Potenzial der Gewerkschaften zu stärken. Dazu soll der Studiengang nach erfolgreicher Erprobung und Evaluation des Pilotprojektes auch in Südafrika, Asien, Lateinamerika und Nordamerika angeboten werden. Das Gemeinschaftsprojekt der Universität Kassel und der FHW Berlin wird dann zum europäischen Standbein der "Global Labour University".

Der Masterstudiengang wird im ersten Semester in Kassel und im zweiten Semester in Berlin studiert. Seine Schwerpunkte liegen in den Themenbereichen "Sustainable Development", "Social Justice", "International Labour Standards" und "Trade Unions"; alle Module werden vollständig auf Englisch angeboten. Ein Praktikum, Exkursionen sowie Forschungsworkshops sind wesentliche Elemente des Programms. Das Studium wird mit dem "Master of Arts in Global Labour Policies" abgeschlossen. Voraussichtlicher Start des Programms ist das Wintersemester 2004/05.

Die beiden durchführenden Hochschulen verfügen bereits über fundierte Erfahrungen mit postgradualen Studiengängen. Neben den MBA-Programmen, die die FHW Berlin seit zehn Jahren erfolgreich anbietet, sind maßgeblich Erfahrungen mit dem Zertifikatsstudiengang Macroeconomic Policy Studies in die Curriculumsgestaltung des ILO-Master-Konzepts eingeflossen.

Die Universität Kassel bringt ihre Erfahrungen mit international orientierten Master-Studiengängen ein, zu denen ab Wintersemester 2003/04 ein neues englischsprachiges Master-Programm unter dem Titel Global Political Economy zählen wird.

Henriette Scharfenberg | idw

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