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Beiträge zur Krisenbewältigung in der Finanzbranche

28.01.2003


Labor zur Umgestaltung der Wertschöpfungsketten in der Finanzdienstleistungsindustrie / Südhessen wird herausragender, praxisorientierter Forschungs- und Erprobungsstandort



Das neu gegründete E-Finance Lab Frankfurt am Main - eine gemeinsame Initiative der Universität Frankfurt, der TU Darmstadt und namhafter Unternehmen - hat die Arbeit aufgenommen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Industrialisierung des Finanzdienstleistungswesens mit Nachdruck voranzutreiben.

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Weltweit werden derzeit Schwachpunkte im Finanzdienstleistungswesen, insbesondere bei Banken, diskutiert. In der Fahrzeugindustrie wurde über Jahrzehnte hinweg schrittweise die Wertschöpfungstiefe verringert, wobei auch neue Informations- und Kommunikationstechniken zum Einsatz kamen, um die Endprodukte immer kostengünstiger herzustellen. Im Finanzwesen dagegen wurde vielfach an der Eigenerstellung der Dienstleistung festgehalten.

Dabei blieb die entscheidende Rolle der Wertschöpfungskette, die über eine gebündelte Erzeugung von Vor- und Zwischenerzeugnissen zur Produktion einer Dienstleistung führt, unbeachtet. Das Resultat: die Herstellkosten vieler Standard-Finanzprodukte, etwa die Kosten einer Überweisung in ein anderes EU-Land, sind derzeit zu hoch: Traditionelle Systemarchitekturen wurden nicht modernisiert und oftmals sind viele manuelle, kaum standardisierte Prozessschritte zur Erzeugung der Dienstleistung unumgänglich.

Die Herausforderung an das E-Finance Lab besteht vor allem darin, substanzielle Hilfestellung bei der Beschleunigung der Industrialisierung des Finanzdienstleistungswesens zu geben und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Überwindung der aktuellen Krise der Branche zu leisten.

Der Bedeutung und Komplexität dieser Zielsetzung angemessen hat sich ein Konsortium aus namhaften Unternehmen - Gründungsmitglieder sind Accenture, Deutsche Bank, Microsoft, Siemens, T-Systems und Innovative Software - und der Universität Frankfurt und der TU Darmstadt gebildet. Beteiligt sind die Frankfurter Wirtschaftsprofessoren Wolfgang König, Bernd Skiera und Mark Wahrenburg sowie der Darmstädter IT-Professor Ralf Steinmetz.

Unter Bündelung der verschiedenen Kompetenzen sollen die erforderlichen Analyse- und Gestaltungsarbeiten in einer laborähnlichen und interdisziplinären Arbeitsumgebung gelöst werden.

Die Konsortialpartner wollen Frankfurt und Südhessen zum herausragenden, praxisorientierten Forschungs- und Erprobungsstandort für die neuen Anwendungen entwickeln. Der Begriff E-Finance verdeutlicht dabei, dass das Aufbrechen traditioneller Wertschöpfungsketten und das Neu-Strukturieren der Elemente nur über einen umfangreichen und verstärkten Einsatz moderner, netzbasierter Informations- und Kommunikationssysteme möglich ist.

In diesem Jahr konzentriert sich die Arbeit auf vier Schwerpunkte:
o Controlling Financial Information Systems Infrastructures
Wie können IT-Infrastrukturen im Finanzdienstleistungssektor hinsichtlich Kosten und Erträgen plan- und kontrollierbar gestaltet werden?
o Integrated Communication Models and their impact on the E-Finance Industry
Nutzbarmachung integrierter Telekommunikations- und Informationsverarbeitungsverfahren in der Finanzindustrie
o Multi-Channel-Management for Financial Service Companies
Wie können die verschiedenen Kanäle optimal aufeinander abgestimmt werden?
o Reshaping the Credit Business
Welche Akteure im Finanzdienstleistungswesen werden in zehn Jahren welche Produkte wie erstellen und wem anbieten?

Derzeit laufen Verhandlungen, um weitere Finanzdienstleister, auch mit Firmenzentralen außerhalb Deutschlands, in das E-Finance Lab zu integrieren.

Kontakt: Prof. Wolfgang König; E-Finance Chairman; Tel. 069 798 23318; E-Mail: wkoenig@wiwi.uni-frankfurt.de


Dr. Ralf Breyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.efinancelab.de

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