Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Juniorprofessoren legen los

17.01.2003


Acht Chemnitzer Nachwuchswissenschaftler starten in die akademische Zukunft

Die ersten acht Juniorprofessuren sind im Wintersemester 2002/2003 an der TU Chemnitz eingerichtet worden. Sie werden für die nächsten drei Jahre durch Sachmittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Insgesamt 180 Millionen Euro stellt das BMBF bundesweit für die ersten 3.000 Juniorprofessuren zur Verfügung.

Obwohl das Sächsische Hochschulgesetz solche Juniorprofessuren offiziell noch nicht zulässt, wurden an den Universitäten des Freistaates, im Vorgriff auf die anstehende rechtliche Anpassung, bereits 42 Juniorprofessuren eingerichtet. An der Chemnitzer Uni waren von Semesterbeginn bereits drei Hochschullehrer der neuen Generation mit an Bord: Dr. Dirk Rübbelke als Juniorprofessor für Europäische Wirtschaft, Dr. Thomas Steger als Juniorprofessor für Europäisches Management und Dr. Matthias Richter als neuer Juniorprofessor für Finanzmathematik. "Es ist spannend, Neuland zu betreten", findet Matthias Richter, der sich auf den engen Kontakt zu den Studierenden freut. Zum Semesterbeginn wechselte er von der Bauhaus-Universität Weimar nach Chemnitz, wo er einst studierte und promovierte. "Es ist schön, wieder hier zu sein."

Auch die Wirtschaftswissenschaftler Dirk Rübbelke und Thomas Steger kennen die TU bestens. Bevor Dr. Rübbelke vor einigen Wochen seine Juniorprofessur besetzte, war er zuletzt als wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Wirtschaftspolitik tätig. Für seine Promotion wurde er zudem mit dem diesjährigen Universitätspreis ausgezeichnet. Auch Dr. Steger arbeitete bereits seit 1993 an der Professur für Organisation und Arbeitswissenschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als wissenschaftlicher Assistent.

Im Laufe des Wintersemesters sind weitere fünf Juniorprofessoren hinzugekommen: Dr. Claire O’Reilly aus Irland (Interkulturelles Training), Dr. Milos Reznik aus Prag (Europäische Regionalgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des böhmisch-sächsischen Grenzraumes), Dr. Jan Kunzmann (Struktonik), Dr. Robert Baumgartl (Praktische Informatik/Echtzeitsysteme) und Dr. Klaus Kreulich (Digitale Medienproduktionsprozesse).

Durch eine entsprechende Änderung des Hochschulrahmengesetzes ist es seit 2002 möglich, auch ohne eine Habilitationsschrift Hochschullehrer zu werden. Wer als Juniorprofessor einmal Ordentlicher Professor werden möchte, muss sich sechs Jahre in Forschung und Lehre bewähren. In Sachsen dürfen die 42 Nachwuchswissenschaftler erst dann offiziell den Titel "Juniorprofessor" tragen, wenn das Sächsische Hochschulgesetz entsprechend geändert wurde. "Das wird hoffentlich bald geschehen", so der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Günther Grünthal.



Technische Universität Chemnitz

... mehr zu:
»Juniorprofessur

Pressestelle
Dipl.-Ing. Mario Steinebach
Straße der Nationen 62, Raum 185

D-09107 Chemnitz
Phone ++49/371/531-1658, -1421, -1536, -1424
Fax ++49/371/531-1651
pressestelle@tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | TU Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Juniorprofessur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik