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DFG setzt Vortragsreihe "Blickwechsel" in Berlin fort

08.01.2003


Zu zwei weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Reihe "Blickwechsel - Perspektiven der Wissenschaft" laden die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Einstein Forum in die Staatsbibliothek zu Berlin ein.



Am Dienstag, dem 14. Januar 2003, steht das Thema "From Taboo in Social Anthropolgy to Uncleanness in the Bible" im Mittelpunkt und findet der Blickwechsel zwischen Mary Douglas, Professorin für Sozialanthropologie und Honorary Research Fellow am University College, London, und Bernhard Lang, Professor für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, statt. Es geht dabei um die Sicht zweier Wissenschaftler unterschiedlicher Generationen auf ihr Fach mit dem Ziel, einen tieferen Einblick in die Dynamik ihrer Disziplin zu eröffnen.

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Mary Douglas, Jahrgang 1921, Promotion 1951, lehrte bis 1970 als Professor of Social Anthropology am University College London, war anschließend Director for Research and Culture at the Russel-Foundation und wirkte bis zu ihrer Emeritierung 1985 als Avalon-Foundation-Professor for the Humanities an der North-Western-University, Evanston/Chicago. Sie war Gastprofessorin an der Princeton University und ist jetzt Honorary Research Fellow am University College London. Bernhard Lang, geboren 1946 (Promotion zum Dr. theol. 1975, Habilitation 1977), ist nach Professuren an den Universitäten Tübingen und Mainz sowie Gastprofessuren im Ausland seit 1985 Professor für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, seit 1999 außerdem an der University of St. Andrews. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Gesine Palmer, Berlin.

Am Dienstag, dem 4. Februar 2003, diskutieren Tzvetan Todorov, Directeur de recherche am Centre national de la recherche scientifique in Paris, und Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung, unter der Fragestellung "Understanding Violence". Die Moderation liegt bei Professor Susan Neiman, Direktorin des "Einstein Forum", Potsdam.

Tzvetan Todorov, geboren 1939 in Bulgarien, forscht seit 1968 am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris, war Direktor des Centre des recherches sur les arts et le language (1983 bis 1987) und ist seit 1987 Directeur de recherche am CNRS. Gastprofessuren führten ihn an die New York University und die Columbia University. Jan Philipp Reemtsma, Jahrgang 1952, ist Gründer und seit 1983 Vorstand der Arno Schmidt-Stiftung. Er gründete 1984 das Hamburger Institut für Sozialforschung, das er seitdem auch leitet. Er lehrt als Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg.

Da Wissenschaft nicht nur abstrakt ist, sondern auch von den Erfahrungen der Wissenschaftler geprägt wird, die sie repräsentieren, soll durch Antworten auf Fragen eine neue Selbstreflexion des Faches entstehen.

- Was war das zentrale Problem während Ihres Studiums?
- Welche waren Ihre einflussreichsten Lehrer?
- Welches vieldiskutierte Thema der Gegenwart halten Sie für einen Irrweg?
- Welche politischen und gesellschaftlichen Folgen hat die Forschung in Ihrem Fach zur Zeit?

Entscheidend ist dabei, dass die beiden Diskutanten jeweils andere Generationen und damit einen unterschiedlichen Zugang zu ihrem Fach repräsentieren.


Veranstaltungshinweis:
Dienstag, 14. Januar 2003, 19:00 Uhr
Dienstag, 4. Februar 2003, 19:00 Uhr
jeweils Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, Berlin-Tiergarten.
Eintritt frei!

Dr. Rembert Unterstell | idw
Weitere Informationen:
http://www.einsteinforum.de

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