Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU startet "eLearning"-Projekt

20.12.2002


Die Europäische Kommission hat ein Programm für die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die allgemeine und berufliche Bildung angenommen.



"eLearning" geht auf die Initiative von Vivianne Reding, EU-Kommissarin für Bildung und Kultur, zurück und wird von der EU mit einem Budget von 36 Mio. Euro ausgestattet. Das Programm soll vor allem die digitale Kluft überwinden und eine bessere Nutzung des Internets in Schulen, Hochschulen und in der Berufsbildung erreichen. Das Projekt hat eine Laufzeit von 2004 bis 2006.



"Die digitale Kompetenz, also die Fähigkeit zur Nutzung insbesondere des Internets für das lebenslange Lernen vom Kindesalter an sowohl für berufliche Zwecke als auch für die persönliche Entwicklung, erhält zunehmend die gleiche Bedeutung wie die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen", erläuterte Reding anlässlich der Annahme des Vorschlags. "Diejenigen unserer Mitbürger, die keine Möglichkeit zum Erwerb digitaler Kompetenz haben, sind stark von sozialer und beruflicher Ausgrenzung bedroht." Nach dem Willen der Kommission soll "eLearning" Initiativen in den Mitgliedsstaaten ergänzen, die in den vergangenen Jahren eingeleitet wurden.

Einer der Schwerpunkte des Programms ist die Schaffung eines eigenen "eLearning-Portals", über das Informationen und bewährte Praktiken ausgetauscht werden sollen. Daneben wird sich die EU an Projekten in anderen internationalen Organisationen wie der UNESCO oder der OECD beteiligen und Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor fördern. Im Rahmen von Forschungs- und Studienprojekten sollen Methoden für die Vermittlung digitaler Kompetenzen erarbeitet werden. Diese sollen vor allem EU-Bürger erfassen, die Probleme beim Zugang zur klassischen Bildung oder Berufsbildung haben. Diese Arbeiten sollen durch "innovative Projekte" zur Bekämpfung der digitalen Kluft ergänzt werden.

Zusätzlich will die EU innerhalb des Programms unter dem Motto "Virtueller Campus" den Einsatz von IT-Technologien in der Kooperation zwischen den Hochschulen fördern. Mögliche Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Mobilität von Studenten und Dozenten, die Qualität der Lehre und die gegenseitige Anerkennung der Lehrpläne. Dazu wird die EU-Kommission den Aufbau von virtuellen Hochschulplattformen, an denen mindestens drei Staaten beteiligt sind, unterstützen. Diese Plattformen sollen die Grundlage für gemeinsame "Online-Studiengänge" bilden, die durch Angebote für die virtuelle Mobilität der Studenten ergänzt werden und deren Curricula "virtuelle" und "reale" Lehrveranstaltungen umfassen. Im Schulbereich will die EU die virtuelle Schulpartnerschaften unterstützen.

Dominik Schebach | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.europa.eu.int/news/index_de.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

nachricht Max Planck School of Photonics: Nationales Exzellenznetzwerk für Photonikforschung ausgewählt
04.09.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik