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Pilotprojekt in der Dermatologie: Neue Medien für die Lehre

06.02.2001


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Neue Medien halten Einzug in die Hörsäle an Universitäten - nun auch in der Dermatologie. Für ein Pilotprojekt der Unis Jena, Würzburg und Mannheim hat das Bundesbildungsministerium 1,5
Millionen Mark in den nächsten zwei Jahren bereitgestellt. Dabei soll das gesamte Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für Neue Medien in der Lehre erarbeitet und erprobt werden: von der multimedial aufbereiteten Vorlesung bis hin zu interaktiven Übungen und Prüfungen via Internet.

Die Leitung des neuen Projekts namens DEJAVU hat der Jenaer Prof. Dr. Peter Elsner inne, dessen Klinik rund 450.000 Mark als Anteil erhält. DEJAVU steht für "Dermatological Education as Joint Accomplishment of Virtual Universities" (dermatologische Ausbildung als Gemeinschaftsleistung virtueller Universitäten). Die Evaluation des Projekts obliegt seinem Kollegen Prof. Dr. Bernhard Strauß vom Jenaer Institut für Medizinische Psychologie, der dafür zusätzlich mit einem Etat von 220.000 Mark ausgestattet wird.

"Uns geht es mit dieser Initiative nicht darum, einer neuen Mode nachzulaufen, sondern Multimedia und Internet für solche Bereiche der Lehre zu erschließen, wo sie Sinn machen", erläutert Prof. Elsner. "Die klassischen Lehrformen mit dem unmittelbaren Kontakt zwischen Dozenten und Studenten wird das Internet niemals ersetzen, aber sicher ergänzen können." So wurde bereits das gesamte Diaarchiv seiner Klinik mit über 6.000 Bildern digitalisiert und steht damit einfach per Knopfdruck zur Verfügung.

In einem nächsten Schritt werden die angebotenen Vorlesungen durch eine virtuelle Nachbereitung via Internet ergänzt, so dass die Studenten per Hyperlink auch den Weg zu standardisierten Nachschlagewerken und medizinischen Datenbanken finden. Elsner: "Auch das ist nur eine Option, die mitunter aber den Zugriff auf aktuellere Informationen leistet, als zum Beispiel mittels Büchern und Zeitschriften in den Universitätsbibliotheken."

Im Internet finden seine Studenten demnächst auch Dokumentationen klinisch interessanter Fälle und Lehrmodule zur Prüfungsvorbereitung. "An einigen amerikanischen Universitäten, etwa in Harvard, sind solche Verfahren längst gang und gäbe", so Elsner. Für die Prüfungen selbst scheidet aber das Internet als Medium vorerst aus. "Denn schließlich hätten wir keine Sicherheit darüber, wer am anderen Ende der Leitung am Rechner sitzt...", schmunzelt Elsner.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Elsner
Direktor der Universitäts-Hautklinik Jena
Tel.: 03641/937370, Fax: 937418
E-Mail: elsner@derma.uni-jena.de

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dr. Wolfgang Hirsch
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Fürstengraben 1
D-07743 Jena
Telefon: 03641 · 931030
Telefax: 03641 · 931032
E-Mail: roe@uni-jena.de

Dr. Wolfgang Hirsch | idw

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