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Intensivierung der deutsch-indischen Hochschulzusammenarbeit

21.11.2002


HRK und AIU erneuern Abkommen über Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.



In Bonn haben in dieser Woche die Präsidenten der Rektorenkonferenzen Deutschlands und Indiens ihre Vereinbarung über die Hochschulzusammenarbeit insbesondere beim Austausch von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erneuert. Dabei ging es vor allem darum, die in Deutschland neu eingeführten Bachelor/Baccalaureus- und Master/Magister-Studiengänge in das Abkommen aufzunehmen. Rektoren aus beiden Ländern trafen sich darüber hinaus zu einem Seminar zur deutsch-indischen Hochschulzusammenarbeit.



Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Klaus Landfried, warnte bei dem Treffen davor, den europäischen Hochschulraum zu einer Festung zu machen. "Die Fortschritte beim Bau eines europäischen Hochschulraums müssen mit der stetigen Pflege der weltweiten Zusammenarbeit der Hochschulen einhergehen", sagte Landfried. "Dabei müssen wir uns beim Austausch von Personen um mehr Gleichgewicht bemühen. Es dürfen nicht nur einseitig außereuropäische Studierende an die europäischen Hochschulen geholt werden." Der Präsident der AIU (Association of Indian Universities), Professor Dr. V.K. Patil betonte das Interesse indischer Hochschulen an einem stärkeren Austausch zwischen Studierenden und Professoren beider Länder. Zu diesem Zweck werden inzwischen an ausgewählten indischen Hochschulen verstärkt einsemestrige Vorbereitungskurse für internationale Studierende angeboten.

Eine neue ermutigende Perspektive für die deutsch-indischen Hochschulbeziehungen bietet nach Einschätzung der Seminarteilnehmer die Nutzung moderner Kommunikationsmittel. Im indischen Hochschulsystem gewinnt der Bereich des Fernunterrichts zunehmend an Bedeutung; es ist erklärtes Ziel der indischen Regierung, diesen Bereich deutlich auszubauen. Der Präsident der Indira Gandhi National Open University, der mit über 800.000 Studierenden größten Fernuniversität des Landes, Professor Dr. H.P. Dikshit, war Mitglied der indischen Delegation. Er vereinbarte im Rahmen seines Deutschlandbesuches mit mehreren deutschen Institutionen eine engere Zusammenarbeit im Bereich des E-Learning.

AIU und HRK kamen ferner überein, die Zusammenarbeit bei der Weiterbildung von Hochschulleitungen, bei denen durch die zunehmende Autonomie der Hochschulen stärker als in der Vergangenheit auch Fähigkeiten im Management gefragt sind, ins Auge zu fassen.

Die Zahl der indischen Studierenden in Deutschland, die lange Zeit bei etwa 600 stagnierte, ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Nach den verstärkten Werbemaßnahmen der deutschen Hochschulen im Ausland studieren derzeit circa 1.500 Studierende aus Indien in Deutschland, vorwiegend in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Die Zahl der deutschen Studierenden in Indien ist nach wie vor sehr gering. Zur Zeit bestehen 63 formelle Kooperationen zwischen deutschen und indischen Hochschulen.

Susanne Schilden | idw

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