Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CHE legt erstes deutsches Forschungsranking vor

07.11.2002


Humboldt-Universität Berlin, Ludwig-Maximilians-Universität München und Universität Freiburg in vielen Fächern leistungsstark.



Nur wenige deutsche Universitäten sind in der Forschung in allen Fächern wirklich Spitze. Auch innerhalb der einzelnen Fächer konzentriert sich die Forschungsaktivität auf eine kleine Gruppe von Hochschulen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsrankings, das heute zum ersten Mal vom Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) vorgelegt wurde. Ziel der neuen Studie ist es, die univer-sitären Forschungsleistungen bundesweit transparent zu machen und besonders leistungsstarke Fakultäten hervorzuheben. Wichtigste Kriterien für die Ranglisten sind die eingeworbenen Drittmittel sowie die Anzahl der Patentanmeldungen, Promotionen und Publikationen. Zudem wurde durch eine Professorenbefragung die Reputation der untersuchten Fakultäten ermittelt.



Das erste Forschungsranking bewertet elf ingenieur-, wirtschafts-, sozial- und geisteswissenschaftliche Fächer. Dazu gehören Maschinenbau und Elektrotechnik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Anglistik, Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften sowie Jura, Soziologie und Psychologie. Bezogen auf diese Fächer ist nur eine kleine Gruppe deutscher Universitäten durchgängig leistungsstark: die Humboldt-Universität Berlin und die Ludwig-Maximilians-Universität München in jeweils sieben von neun un-tersuchten Fächern und die Universität Freiburg in sechs von acht Fächern.

"Zwar verfügen wir in Deutschland über eine ganze Reihe forschungsstarker Fakultäten", sagte Professor Detlef Müller-Böling, Leiter des CHE, bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Wirkliche Forschungsuniversitäten, wie wir sie aus anderen Ländern kennen, gibt es hierzulande aber kaum." Bei allen elf untersuchten Fächern konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten auf eine kleine Gruppe von Hochschulen. In der Regel vereinigten weniger als 30 Prozent der Fakultäten die Hälfte aller Drittmittel, Publikationen, Promotionen oder Patente auf sich. Besonders auffällig sei das in der Volkswirtschaftslehre, wo 50 Prozent des gesamten Drittmittelaufkommens von nur 13 Prozent der untersuchten Fakultäten eingeworben würden. Umgekehrt würden eine Reihe von Hochschulen in den einzelnen Fächern kaum zur Forschungsleistung des Faches beitragen: sie hätten kaum Drittmittel, publizierten wenig und promovierten so gut wie keine Nachwuchs-Wissenschaftler.

Die erste Ausgabe des Forschungsrankings des CHE für elf Fächer basiert auf den umfangreichen Daten des gemeinsam mit dem stern herausgegebenen Hochschulrankings. Dieses Ranking bietet seit inzwischen fünf Jahren differenzierte Informationen zu den Studienbedingungen in 25 Fächern an allen deutschen Hochschulen. Eine zweite Ausgabe des Forschungsrankings für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften folgt im nächsten Jahr.

Rückfragen an: Dr. Sonja Berghoff, Telefon: 0 52 41 / 97-61 29

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che-forschungsranking.de

Weitere Berichte zu: Drittmittel Forschungsranking

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie