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E-Learning für Journalisten: Hochschule Bremen entwickelt virtuelle Lehrredaktion

28.10.2002


Im Rahmen des Landesmedienprogrammes "bremen in t.i.m.e." wird an der Hochschule Bremen derzeit ein studienbegleitendes Onlineangebot für angehende Journalisten entwickelt: J.O.E. - Journalistic Online Education - lautet der Titel des dreijährigen Forschungsprojektes, das gemeinsam vom Internationalen Studiengang Fachjournalistik und dem "Institute for New Dimensions" (InD) ins Leben gerufen wurde.



Erklärtes Ziel ist der Einsatz neuer Medien zur konsequenten Verbesserung der Lehre.

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Mit dem Konzept einer virtuellen Lehrredaktion soll es den Studierenden ermöglicht werden, am Computer und dennoch praxisnah journalistische Kompetenzen zu erwerben. Bis zum Jahr 2005 soll ein umfassendes Online-Angebot entstehen. Fachliche Kooperationen ermöglichen über das Angebot der Hochschule hinaus ferner den Einsatz von Lehrangeboten anderer Institute und Studiengänge. Daneben wird bereits jetzt an einem internationalen Portal für Journalisten und Medieninteressierte gearbeitet, das mit zahlreichen Datenbanken und Links die erste Adresse bei allen medienbezogenen Fragen sein wird.

Die Fallstricke des journalistischen Alltags sind zahlreich. Kaum ein Berufsfeld steht gleichermaßen unter ständiger öffentlicher Beobachtung und erbringt eine so unverzichtbare informatorische Funktion wie der Journalismus. Insofern ist der verantwortliche Umgang mit Informationen, gründliche Recherche und ausgewogene Berichterstattung. Kurzum: das Beherrschen des Handwerks ist die Grundvoraussetzung für qualitativen Journalismus.


In einer virtuellen Lehrredaktion können die Studierenden in einem bislang unerreichten Maß auf die journalistische Praxis vorbereitet werden. Fehler zu vermeiden, die im späteren Berufsleben mitunter verheerende Folgen haben könnten, lernen unter Zeitdruck Entscheidungen zu fällen, all das kann interaktiv und realitätsnah geübt werden. So können etwa in Planspielen verschiedene Szenarien durchspielt werden, in denen es gilt, Themen zu recherchieren, virtuelle Akteure zu befragen und zu entscheiden was veröffentlicht werden soll. Um möglichst alle Bereiche eines Mediums kennen zu lernen, können im Planspiel die verschiedenen Rollen vom Chef- bis zum Bildredakteur gewählt werden. Kein Praktikum bietet diese Möglichkeit.

In der individuellen Arbeitsumgebung stehen den Studierenden sowohl journalistische und studienorganisatorische Werkzeuge als auch ein umfassendes Online-Lehrangebot zur Verfügung.
Recherchieren, Texten für unterschiedliche Medien, redaktionelle Arbeitsweisen oder medienrechtliche Fragestellungen - in der virtuellen Lehrredaktion können sämtliche Aspekte der journalistischen Arbeit in zahlreichen Übungen und Planspielen erprobt werden. Aber auch der Grundgedanke der hochschulgebundenen Journalistenausbildung, die Verknüpfung von medientheoretischen Grundlagen und praxisbezogener Ausbildung wird in der virtuellen Lehrredaktion aufgegriffen. Die Arbeit an Texten oder Recherche-Aufträgen wird nicht nur unterstützt durch gezielte Lerneinheiten, etwa zu den einzelnen journalistischen Darstellungsformen, es werden von den medienpraktischen Fragestellungen jeweils auch Bezüge hergestellt zur Medientheorie.

Seit fünf Jahren bietet die Hochschule Bremen den Internationalen Studiengang Fachjournalistik an, der sich vom Start weg als echter "Renner" erwies und inzwischen einen guten Ruf über die Bremer Landesgrenzen hinaus geniest. Das "Institute for New Dimensions" (Gründungsjahr: 1999) hat seinen Schwerpunkt in der Arbeit mit den Neuen Medien. Die Haupttätigkeitsfelder sind 3D-Visualisierung und -Animation, Compositing, Webdesign und Medien-Dienstleistungen.

Kontakt:
Institute for new Dimensions
Neustadtswall 30, 28199 Bremen
Tel.: 0421-5905-2268
E-mail: ind@hs-bremen.de

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.journalistic-online-education.de
http://www.fachjournalistik.de

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