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Deutschland mit führend bei staatlicher Förderung für Studierende

09.10.2002


Sozialstudie Euro Student 2000

Bei der finanziellen Förderung der Studierenden steht Deutschland in Europa mit an der Spitze. Nur in Österreich bezogen die Studierenden nach den Daten der Studie "Euro Student 2000" mit durchschnittlich 355 Euro mehr als ihre Kommilitonen in Deutschland (326 Euro). Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellte die HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstmals eine Europäische Sozialerhebung, die die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland vergleicht. Die Daten hierfür wurden im Jahr 2000 erhoben.

Das BMBF hat inzwischen mit der BAföG-Reform und der Erhöhung der Ausbildungsförderung sowie der stärkeren Förderung sozial benachteiligter Gruppen die Bedingungen für die Studierenden in Deutschland erheblich verbessert. Dazu gehört auch die Förderung der Frauen in Bildung und Forschung, die Einführung zweigestufter Studiengänge (Bachelor /Master) und die Internationalisierung des Studiums.

Nach den Zahlen aus dem Jahr 2000 gab es trotz der teilweise erheblich unterschiedlichen gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wichtige Gemeinsamkeiten. Demnach besserten die Studierenden in allen Staaten ihre Einkünfte aus der elterlichen Unterstützung und der staatlichen Förderung mit Einnahmen aus Nebenjobs auf. In Belgien, Italien und Deutschland übernahmen die Eltern den größten Anteil der Lebenshaltungskosten der Studierenden. In diesen Staaten lag der Anteil des Elternbeitrags zum Lebensunterhalt zwischen rund 59 (Belgien) und 41 Prozent (Deutschland). In den anderen Staaten trugen die Eltern zum Teil erheblich weniger als die Nebenjobs zum Einkommen der Studierenden bei.

Die geringste Erwerbstätigkeitsrate gab es mit knapp unter 50 Prozent in Finnland und Frankreich. Den höchsten Anteil der jobbenden Studierenden verzeichnen mit 74 und 77 Prozent Österreich und die Niederlande. Deutschland lag mit 66 Prozent auf einem Mittelplatz. Europaweit gaben sie durchschnittlich ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus.

Während Deutschland bei der Finanzierung des Studiums im Vergleich des Jahres 2000 überdurchschnittlich abschnitt, lag die Bildungsbeteiligung hier mit 31 Prozent eines Jahrgangs weit hinter Spitzenreiter Finnland, wo mehr als zwei Drittel der entsprechenden Altersgruppe ein Hochschulstudium begannen. Schlusslichter waren Österreich mit 29 Prozent und Belgien mit 30 Prozent. Kinder aus Arbeiterfamilien machten in Finnland und Irland immerhin ein knappes Drittel der Studierenden aus, in Deutschland lag ihr Anteil bei knapp 20 Prozent.



Die Studie kann als PDF-Datei unter der Internet-Adresse http://www.his.de/Eurostudent/download/eurostudent2000.pdf geladen werden und ist als Broschüre - einschließlich CD mit den nationalen Erhebungsdaten - zu beziehen bei der

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Weitere Informationen:
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