Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationalisierung und Beschleunigung der deutschen Informatikausbildung

09.10.2002


RWTH Aachen maßgeblich an Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT) beteiligt



Am heutigen Mittwoch, 9. Oktober 2002, stellen das Bundesforschungsministerium und das NRW-Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung in Bonn ein bundesweit einzigartiges Experiment im Bereich der Spitzenausbildung in der Angewandten Informatik vor, an dem die Universität Bonn und die RWTH Aachen in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt sind.



Das Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT) soll durch beschleunigte und forschungsintegrierte Studienangebote einen wesentlichen Beitrag zur Internationalisierung der deutschen Informatikausbildung, insbesondere zur Wiedergewinnung exzellenter internationaler Studierender für den deutschen Ausbildungsmarkt leisten. Die Bundesregierung hat zur Finanzierung eine Stiftung im Umfang von 56 Millionen Euro eingerichtet, deren Erträge durch komplementäre Mittel des Landes NRW auf rund 5 Millionen Euro jährlich aufgestockt werden. Die Ansiedelung des neuen Instituts im Nachbargebäude des ehemaligen Bundeskanzleramts und als Teil des neuen UN-Campus Bonn soll die internationale Attraktivität sowohl für Studierende als auch für Gastforscher und industrielle Zustifter steigern. Mit der Konzeption des B-IT war Univ.-Prof. Dr. Matthias Jarke, Inhaber des Lehrstuhls für Informationssysteme an der RWTH Aachen und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT), gemeinsam mit seinem Bonner Kollegen Professor Dr. Armin B. Cremers beauftragt.

Zum einen wird das B-IT für ausgewählte Studierende internationale Master-Studiengänge in englischer Sprache in den Bereichen Life Science Informatics und Media Informatics anbieten, welche durch intensive Forschungspraktika eng mit der Forschung in den vier in Bonn-Sankt Augustin angesiedelten Fraunhofer-Instituten verzahnt sind. Die RWTH Aachen übernimmt dementsprechend die Federführung im Studiengang Media Informatics. Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut, Rektor der RWTH Aachen, sieht das B-IT als konsequente Fortsetzung der in Aachen bereits erfolgreich angebotenen internationalen Master-Studiengänge mit dem speziellen Bonus einer besonders engen Forschungsintegration am größten Informatik-Standort der Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland.

Zum anderen soll über anspruchsvolle Kompaktangebote in den Semesterferien hochqualifizierten Studierenden der grundständigen Informatikstudiengänge aus Bonn und Aachen (später auch aus anderen Hochschulen der Region) die Möglichkeit einer qualifizierten Studienbeschleunigung unterhalb der bisher üblichen Regelzeiten geboten werden. In einer separaten Einrichtung wird außerdem die Fachhochschule Bonn Rhein-Sieg ebenfalls in Kooperation mit einem Fraunhofer-Institut einen Master-Studiengang Autonome Systeme einrichten.

Internationale Gastprofessuren und Weiterbildungsveranstaltungen (summer schools) vervollständigen das Angebot, welches im wesentlichen durch Professoren der Fachgruppen Informatik in Aachen und Bonn sowie der beteiligten Fraunhofer-Institute erbracht wird. Zum Ausgleich werden an der RWTH Aachen zwei Stiftungslehrstühle für Informatik eingerichtet.

Kontakt:
Prof. Dr. Matthias Jarke
Lehrstuhl Informatik V (Informationssysteme)
Ahornstr. 55, 52074 Aachen
Tel: 0241 - 80 21 501
Email: jarke@cs.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw

Weitere Berichte zu: B-IT Informatikausbildung Master-Studiengang RWTH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte