Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Dortmund bildet Experten für Analyse und Management großer Datenmengen aus

07.10.2002


Neue Erkenntnisse werden heute in Wissenschaft, Wirtschaft und Technik fast immer auf der Grundlage großer und komplexer Datenmengen gewonnen. Die Universität Dortmund bildet jetzt Spezialisten für genau dieses Arbeitsgebiet aus.



Heutiges Wissen wird geradezu extrahiert aus Datenbanken, empirischen Studien oder etwa Patientendateien. Beispiele für solche auf Datenauswertung basierenden Aussagen sind die Genom-Analyse, die Wettervorhersage, Konjunktur- und Kapitalmarktanalysen. Das Handling und die Analyse heutiger Datenstrukturen erfordert eine besondere berufliche Expertise. Banken, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Industrie sind mehr denn je auf der Suche nach entsprechend ausgebildeten Fachleuten.



Drei Fachbereiche beteiligt

Gute Berufschancen sind daher zu erwarten für Absolventen mit einem interdisziplinären akademischen Know-how aus Statistik, Informatik und Mathematik. Das ist die Fächerkombination, aus der die Dortmunder Universität ihren neuen Bachelor- und Master-Studiengang "Datenanalyse und Datenmanagement" konzipiert hat.

  • Moderne Statistik ist die Wissenschaft des Lernens und Überprüfens der mathematischen Formulierungen empiri-scher Modelle.
  • Die Informatik liefert Kenntnisse in optimaler Organisation der Speicherung von Daten sowie in ihrer Verarbeitung durch optimale Programmierung.
  • Die Mathematik bietet die Theorie numerischer Algorithmen zur Lösung statistischer Optimierungsprobleme.

Diese drei Fachbereiche entwickelten deshalb - unter Federführung der Statistik - gemeinsam den interdisziplinären Bachelorstudiengang "Datenanalyse und Datenmanagement". Auf diesen aufbauend werden im Masterstudiengang "Datenwissenschaft" (Data Science) Experten in Datenanalyse und Datenmanagement ausgebildet. Eine Einschreibung für das neue Studienangebot ist noch bis zum 11. Oktober möglich. Für den Masterstudiengang wird auch eine Einschreibung zum Sommersemester 2003 ermöglicht.

Wer jetzt sofort in den Masterstudiengang einsteigen will, muss das vorgeschaltete Bachelor-Studium an einer anderen Universität des In- oder Auslands absolviert haben, etwa in Informatik, Mathematik oder Statistik.

Experten für den internationalen Arbeitsmarkt

Der gestufte Studiengang soll die Nachfrage nach Hochschulabsolventen mit umfassenden Kenntnissen in den modernen, stark nachgefragten Bereichen Data Mining (Datenanalyse) und Data Warehousing (Datenmanagement) befriedigen.

Die Bezeichnung "Datenwissenschaft" des Masterstudiengangs gründet sich auf dem englischen Begriff Data Science, der ganz allgemein Anwendungen von Statistik und verwandten Gebieten bezeichnet. Der Studiengang "Datenwissenschaft" soll Studierende ansprechen, die einerseits Phänomene der Wirklichkeit mit Hilfe von daten-basierten Studien untersuchen möchten. Andererseits geht es aber auch um Aspekte der problemangemessenen Datenspeicherung.

Diese Kombination aus statistischer Modellierung und angewandter Informatik entspricht genau dem modernen Anforderungsprofil eines Datenanalytikers in der Praxis und versetzt die Absolventen dazu in die Lage, empirische Studien aller Art mitverantwortlich zu betreuen.

Die an der Uni Dortmund ausgebildeten Experten mit den Berufsbezeichnungen "Bachelor of Science in Data Analysis" und "Master of Science in Data Science" werden auch die besten Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt haben

Klaus Commer | idw

Weitere Berichte zu: Data Datenmanagement Masterstudiengang Science

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie