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Mikrosystemtechnik-Netzwerk Pro-MST will Aus- und Weiterbildung optimieren

05.09.2002


Partner aus Hochschulen, Instituten, Firmen und Schulen in der Region Westpfalz/Saarland haben sich zusammengetan, um Studierende und Ingenieure praxisnah im Bereich Mikrosystemtechnik aus- und weiterzubilden. Zudem sollen Schüler gezielt an diese Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts herangeführt werden.
Das Netzwerk gewann jetzt im Rahmen eines Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums (BMBF) eine jährliche Förderung von bis zu einer Viertel Million Euro für zunächst 3 Jahre. Ausgezeichnet wird das Projekt am heutigen Donnerstag in Berlin.

Den Strukturwandel in der Region Saarland/Westpfalz nachhaltig zu unterstützen und zu beschleunigen ist das Ziel des Netzwerks Pro-MST:

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Die Initiative mehrerer Partner aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft will die Aus- und Weiterbildungsangebote der Mikrosystemtechnik (MST) in der Region bündeln, optimieren und erweitern. Sprecher des Netzwerks sind Prof. Andreas Schütze (Universität des Saarlandes) und Prof. Antoni Picard (FH Kaiserslautern). Das Projekt ist eines von bundesweit sechs, die das BMBF als innovative Konzepte am heutigen Donnerstag (5.9.) in Berlin auszeichnet. 21 Netzwerke hatten sich für diese Förderung beworben. Rund 250.000 Euro pro Jahr erhält Pro-MST für drei Jahre, eine Verlängerung um zwei Jahre ist möglich. Nach dieser Anschubphase soll das Netzwerk eigenständig weiterlaufen.

Anfang November wird Pro-MST seine Arbeit aufnehmen.
Durch industrieorientierte, praktische Ausbildungsmodule sollen innovative Wege bei der MST-Ausbildung beschritten werden. Zum einen sollen Studierende in kompakten Laborpraktika, aber auch in hochschulübergreifenden Projekten gemeinsam mit der Industrie eigenständige Erfahrungen sammeln. Hierbei ist im Netzwerk eine optimale Nutzung von Lehr- und Lernmaterialien, insbesondere von teuren Geräten, möglich: So können Studenten an der professionellen MST-Fertigungslinie im Reinraum der FH Kaiserslautern am Standort Zweibrücken selbst Hand anlegen, was sonst durch die hohen Kosten unmöglich wäre.
Zum anderen sollen die Praktika wie auch Lehr- und Lernmaterialien zu kommerziellen Weiterbildungsangeboten für Ingenieure und Techniker aus der Industrie weiterentwickelt werden. Auch ein "virtuelles Technologielabor", eine multimediale Simulation von technologischen Anlagen und Prozessen, ist geplant.


Spezielle Angebote und Projekte für Schulen sollen darüber hinaus gezielt Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen wecken. Dadurch wollen die Partner die Nachfrage nach den Ausbildungsangeboten der beteiligten Hochschulen steigern, weil nur so der Bedarf der Industrie nach gut geschultem Personal befriedigt werden kann.

Das Netzwerk steht Interessenten aus allen Bereichen offen, die bei den geplanten Maßnahmen mitmachen möchten!
Vor allem Schulen sind herzlich willkommen.
Beteiligt am Netzwerk Pro-MST sind bislang die Universität des Saarlandes, die FH Kaiserslautern, die FH Aachen, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (IBMT), das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) sowie die Unternehmen HYDAC ELECTRONIC GmbH, thinXXS GmbH und das Festo Lernzentrum Saar GmbH.
Als "Pilot-Schulen" sind bis jetzt dabei das Hofenfels-Gymnasium in Zweibrücken, das Helmholtz-Gymnasium in Zweibrücken, das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach sowie die Fachoberschule (BBZ) in Völklingen.

Presseinformation des Bundesforschungsministeriums: http://www.bmbf.de/presse01/712.html

Sie haben Fragen? Dann setzen Sie sich bitte in Verbindung mit
Prof. Dr. Andreas Schütze (Universität des Saarlandes)
Tel.: 0681 302 4663, Fax: 0681 302 4665, Email: schuetze@lmt.uni-saarland.de

oder
Prof. Dr. Antoni Picard (Fachhochschule Kaiserslautern)
Tel.: 06332-914 414, Fax: 06332 914 105, Email: picard@mst.fh-kl.de

 

Claudia Brettar | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/presse01/712.html

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