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Bulmahn: "Der Erfolg übertrifft alle unsere Erwartungen"

23.08.2002


Ansturm auf das neue BAföG - deutlicher Anstieg der Geförderten

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte, erhielten im Jahr 2001 rund 16 % mehr junge Menschen BAföG als im Jahr zuvor. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, kommentierte heute in Berlin die ersten Zahlen nach der großen BAföG-Reform: "Der Erfolg des neuen BAföGs übertrifft alle unsere Erwartungen!" Man könne von einem regelrechten Ansturm auf die BAföG-Ämter sprechen.

Laut BAföG-Statistik 2001 des Statistischen Bundesamts erhielten im Jahr 2001 in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen rund 650.000 Personen (406.000 Studierende sowie 244.000 Schüler und Schülerinnen) Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Dies waren rund 91.000 oder 16 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geförderten Studierenden stieg um rund 58.000 (+ 17 %), die der geförderten Schüler und Schülerinnen um 33.000 (+ 16 %).

"Damit ist das neue BAföG für Studierende, Schüler und für ihre Eltern wieder zu einer verlässlichen Größe geworden. Das schlechte BAföG-Image, das die alte Regierung durch massive Einsparungen verschuldet hatte, ist einem neuen Vertrauen gewichen", betonte die Ministerin.

"Chancengleichheit in der Bildung ist kein frommer Wunsch geblieben, sondern messbares Ergebnis unserer Politik!", unterstrich Bulmahn. Dies zeige insbesondere der über-proportionale Zuwachs im Bereich der Vollförderung, durch den zielgenau die unteren Einkommensbereiche erreicht würden. Etwa 44 % der BAföG-Empfänger erhielten dem Statistischen Bundesamt zufolge eine Vollförderung. Im Vorjahr betrug dieser Anteil noch 34 %.
Die Ausgaben des Bundes und der Länder für das BAföG betrugen im Jahre 2001 rund 1,65 Milliarden Euro, 380 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (+ 30 %). Dabei ist der durchschnittliche Förderungsbetrag pro Monat bei Studierenden um 40 Euro auf 365 Euro angestiegen. Schülerinnen und Schüler erhalten durchschnittlich 47 Euro mehr als zuvor. Zusätzlich wird das monatliche Kindergeld nicht mehr auf das BAföG angerechnet.

Silvia von Einsiedel | idw

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