Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-Studienkredit findet breite Akzeptanz

28.08.2008
- Nach gut 2 Jahren nutzen über 43.000 Studierende das Angebot der KfW
- KfW-Studienkredit am meisten nachgefragt unter den Studierenden
- Wichtiger Ergänzungsbaustein bei der Studienfinanzierung

Der im April 2006 eingeführte KfW Studienkredit findet breite Akzeptanz. Von April 2006 bis Juli 2008 sind über 43.000 KfW-Studienkredite an Studierende zugesagt worden, die damit ihre Lebenshaltungskosten während des Studiums ganz oder teilweise finanzieren. Im Durchschnitt lassen sich die Studierenden monatlich 477 EUR auszahlen.

Dies ist die erste Zwischenbilanz nach 2 Jahren KfW-Studienkredit, die die KfW Förderbank in ihrem neuesten Wirtschaftsobserver Online zum Thema Studienkredite in Deutschland zieht.

Danach sind im Jahr 2007 in Deutschland rund 110.000 Kredite für das Studium neu vergeben worden. Mit 70.000 Krediten entfiel der Großteil davon auf die Studienbeitragsdarlehen der Länder. Bei Darlehen zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten kann der KfW-Studienkredit mit über 18.000 Darlehen einen Marktanteil von rund 47% aufweisen.

Der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, Dr. Norbert Irsch, zieht ein positives Zwischenfazit nach zwei Jahren Studienkredit: "Mit dem KfW-Studienkredit gibt es keinen Grund mehr, ein Studium allein aus finanziellen Gründen nicht aufzunehmen. Die Studierenden können sich stärker auf ihr Studium konzentrieren und dadurch schneller studieren. In dem der KfW-Studienkredit zu höheren Absolventenzahlen beiträgt, entfaltet er auch volkswirtschaftlich positive Wirkungen, denn ein Studium verbessert die Qualifikation und führt zu einer Erhöhung der individuellen und gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität und zu höherem Wachstum."

Mit ihren zinsgünstigen Kreditangeboten zur Finanzierung des Studiums begegnet die KfW Förderbank einem wachsenden gesellschaftlichen Handlungsbedarf in Deutschland. Während die Bedeutung hoher Bildungsabschlüsse steigt, sinkt die Bildungsbeteiligung von Kindern aus bildungsfernen und sozial schwächeren Schichten. Im europäischen Vergleich ist die Studienanfängerquote in Deutschland mit 35% relativ niedrig. Ein wichtiger Grund hierfür sind die finanziellen Hürden des Studiums.

Diese betreffen zunehmend auch Angehörige der mittleren sozialen Schichten, deren Einkommenssituation nicht den Bezug von BAföG erlaubt, zugleich aber nicht ausreicht, um ein Studium problemlos zu finanzieren. Der KfW-Studienkredit schließt hier eine Lücke und stellt ein praktikables und flexibles Angebot zur Verfügung. Im Mittel verfügen Studierende in Deutschland über ein Monatseinkommen von 725 EUR. Nach einer Analyse des Deutschen Studentenwerks liegt jeder 5. Studierende mit seinen Einnahmen unter dem monatlichen BAföG Höchstsatz von 585 EUR, jeder 3. unter dem Unterhaltsrichtwert der Familiengerichte von 640 EUR. Mehr als die Hälfte der Einnahmen kommt von den Eltern, ein Viertel wird durch studienbegleitende Nebenjobs erworben.

Der Anteil der Studierenden in Deutschland, die ihr Studium mit einem KfW-Studienkredit finanzieren, liegt inzwischen bei 1,8% (Förderquote). Besonders hoch ist die Förderquote in Niedersachsen (2,9 %), während sie in Sachsen nur 1,2 % beträgt. Alle übrigen Bundesländer liegen nahe am Bundesdurchschnitt. Den größten Anteil an den Studienkreditnehmern haben Studierende der Rechts, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die geringste Förderquote weisen mit 1,2 % die Mathematik und die Naturwissenschaften auf.

Hinweis: Der Wirtschaftsobserver online der KfW Bankengruppe zum Thema "2 Jahre Studienkredit" ist im Internet verfügbar unter www.kfw.de

Wolfram Schweickhardt | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie