Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt: Geistiges Eigentum in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit

15.08.2008
Seit Juli 2008 erforscht das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt "Geistiges Eigentum in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit" innerhalb einer dreijährigen Laufzeit den kontrollierten Umgang mit kommerziell bedeutenden Informationen.

Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zum Schutz des geistigen Eigentums zu leisten und damit eine erfolgreiche, langfristige deutsch-chinesische wirtschaftliche Zusammenarbeit in den verschiedensten Formen und auf den unterschiedlichsten Ebenen zu unterstützen.

Dazu werden neben Literaturauswertung Untersuchungen in Form von Interviews und Gesprächen in Deutschland und China in verschiedenen Unternehmen, Institutionen wie der Außenhandelskammer Beijing sowie mit wissenschaftlichen Partnern durchgeführt - u.a. mit der Universität zu Köln und der Shanghai Academy of Social Sciences. Der Forschungsstand wird laufend über die Projektwebsite (http://www.ip-china.de) und über regelmäßige Newsletter dargelegt. Die Ergebnisse werden auf verschiedenen Veranstaltungen in Deutschland und China präsentiert und über Artikel in Fachzeitschriften sowie einschlägigen referierten wissenschaftlichen Zeitschriften zugänglich gemacht. An der Hochschule Bremen erfolgt neben der Einbeziehung der Erkenntnisse in die Lehre auch die Vergabe von Bachelorarbeiten in Kooperation mit interessierten Unternehmen sowie einer Doktorarbeit in Zusammenarbeit mit den Modernen China-Studien der Universität zu Köln. Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung gehört heute auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China längst zum Alltag. Diese ist in allen Unternehmensbereichen zu beobachten, sei es in Form von Lieferanten- und Kundenbeziehungen, als Geschäftspartner, oder innerhalb einzelner Unternehmen als Mitarbeiter und in zunehmendem Maße auf der Managementebene.

Mit der direkten und engen Zusammenarbeit wird der Zugang zu unternehmensinternen Informationen mit kommerziellem Wert leichter denn je. Für den Schutz geistigen Eigentums stehen zwar diverse Maßnahmen zur Verfügung - wie beispielsweise die Anmeldung von Patenten auf rechtlicher Ebene oder Geheimhaltungsvereinbarungen auf betriebswirtschaftlicher Ebene. Vor dem Hintergrund stetiger Verletzungen sind diese Schutzmaßnahmen gegenwärtig bei weitem nicht ausreichend. Folglich erscheint zunächst ein möglichst restriktiver Umgang mit Informationen über patentierte Technologien, technisches Know-How, Management- und Führungskonzepte, Lieferanten-, Kunden- und Preislisten und dergleichen angebracht. Angesichts zunehmenden Wettbewerbs auf dem chinesischen Markt und Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterbindung wird jedoch eine gute Zusammenarbeit mit chinesischen Geschäftspartnern sowie Personal immer wichtiger. Eine Zurückhaltung von Informationen scheint daher nicht nur wenig realisierbar, sondern auch nicht immer sinnvoll zu sein.

So ist es ratsam, Überlegungen zum Umgang mit wertvollen Informationen bewusst in die Zusammenarbeit einfließen zu lassen und eine Basis zu schaffen, bei der ein Wissenstransfer kontrolliert abläuft. Dabei dürfte vor allem die Erkenntnis gewinnbringend sein, welche Mechanismen beide Seiten ihre Zusammenarbeit als einen langfristig balancierten Tausch verstehen lassen, bei dem niemand auf Kosten des anderen profitiert; wie die Akteure sich bzw. ihre Interaktionen gegenseitig wahrnehmen und welche Rolle gesellschaftliche und kulturelle Aspekte dabei spielen. Konkret gilt also zu klären: Wann sollten welche Informationen mit wem auf welche Art und Weise kommuniziert werden?

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.ip-china.de
http://www.hs-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie