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Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses in NRW

05.08.2008
In vier ZdI-Zentren beginnt nächste Woche für mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler der Technikunterricht

In der kommenden Woche beginnt für mehr als 2.000 Schüler - davon 35 Prozent Mädchen - in den vier nordrhein-westfälischen ZdI-Zentren der Technikunterricht.

Ab Beginn des neuen Schuljahrs am Montag können die Kinder und Jugendlichen in den Zentren der Initiative Zukunft durch Innovation (ZdI) in Bochum, im Bergischen Städtedreieck, in Oelde und in Rheinbach im Rahmen von Technikunterricht oder Technikkursen selbst forschen und experimentieren.

An allen Standorten arbeiten Schulen mit einer Hochschule, dem Innovationsministerium und der regionalen Wirtschaft zusammen, um Angebote im Bereich Technik und Naturwissenschaften für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Die vier Zentren sind die ersten von landesweit 25 ZdI-Zentren, deren Gründung das Innovationsministerium bis 2010 anstrebt.

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Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Ich freue mich, dass sich alle Partner vor Ort für ihr ZdI-Zentrum engagieren. Gemeinsam wollen wir möglichst viele Kinder und Jugendliche für ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium begeistern, um den Ingenieurnachwuchs von morgen zu sichern. Denn schon jetzt suchen die Unternehmen händeringend hochqualifizierte Mitarbeiter."

Im ZdI-Zentrum "IST.Bochum" erhalten zum neuen Schuljahr 450 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren regulären Technikunterricht. Im Vergleich zum Schuljahr 2006/2007 belegen jetzt durch das Angebot des ZdI-Zentrums dreimal so viele Schülerinnen und Schüler das Fach. Sie kommen aus sechs Bochumer Schulen in das ZdI-Zentrum, um zum Beispiel in Experimenten Strom aus Brennstoffzellen zu erzeugen. Für die Jugendlichen - davon 30 Prozent Mädchen - ist Technik damit ein benotetes Schulfach wie Biologie oder Chemie.

Im ZdI-Zentrum Bergisches Schul-Technikum (BeST), das im April eröffnet wurde, beginnen in den nächsten Wochen rund 250 Jugendliche ihre Technikkurse. Im gesamten Schuljahr werden bis zu 900 Wuppertaler, Remscheider und Solinger Schülerinnen und Schüler bei praxisnahen Experimenten Technologien aus der Region kennen lernen. Weitere 100 Schülerinnen und Schüler belegen am BeST regulären Unterricht im Fach Technik. Darunter sind 20 Schülerinnen und Schüler, die an einem erstmals angebotenen schulübergreifenden Grundkurs eines Gymnasiums und zweiter Gesamtschulen in Solingen teilnehmen. Durchschnittlich beträgt der Mädchenanteil bei den Kursen des BeST rund 35 Prozent.
Einzelne Angebote erreichen aber auch einen Mädchenanteil von 90 Prozent: Besonders gefragt sind die Kurse im Remscheider Röntgen-Museum, wo die Schülerinnen Einblicke in die moderne Medizintechnik bekommen und zum Beispiel mit Röntgen-Strahlen Beschädigungen an einer ägyptischen Mumie untersuchen.

Das im Mai gegründete ZdI-Zentrum Technikwelt Oelde startet zum neuen Schuljahr mit regulärem Technikunterricht für insgesamt 109 Schüler der Mittelstufe des Thomas-Morus-Gymnasiums, davon 23 Prozent Schülerinnen. Geplant ist noch in diesem Jahr die Einrichtung eines regionalen Schülerlabors, in denen Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Kreis Warendorf an Technikkursen teilnehmen können.

Keimzelle des im Juni gegründeten ZdI-Zentrums Bildungsregion Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis ist die Grundschule "Sürster Weg". Die 429 Schüler, davon 46 Prozent Schülerinnen, der Grundschule experimentieren ab Montag im Rahmen des regulären Unterrichts in einer Lernwerkstatt. Diese Werkstatt verdanken die Kinder dem Einsatz ihrer Lehrerinnen und Lehrer: Diese opferten dafür ihr Lehrerzimmer und verbringen nun die Pausen in der Schulbücherei. Ab Herbst können die Kinder außerdem eine "naturwissenschaftliche Lernlandschaft" erkun-den, die auf dem Schulhof angelegt wird. Im Laufe des Schuljahrs kommen Angebote wie ein "PC-Führerschein" und Technikkurse am Nachmittag für die 5. und 6. Klassen des Gymnasiums Rheinbach dazu.

Die Initiative Zukunft durch Innovation.NRW (ZdI) hat das Ziel, mit
anspruchsvollen, dauerhaften Angeboten möglichst viele Schülerinnen und Schüler für ein ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium zu begeistern. Dafür bringt die vom Innovationsministerium getragene Initiative in den Regionen Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen. Hintergrund ist, dass nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln bundesweit rund 95.000 Ingenieurinnen und Ingenieure fehlen, davon allein rund 20.000 in Nordrhein-Westfalen.

Zukunft durch Innovation wird bis zum Jahr 2010 landesweit 25 ZdI-Zentren gründen, die für eine Region oder eine Stadt Technikunterricht mit modernsten Mitteln anbieten. Weitere Elemente der Initiative sind unter anderem jährlich drei regionale Aktionstage für jeweils 400 bis 600 Schülerinnen und Schüler, der ZdI-Roboterwettbewerb und der Schülerkalender, den die Initiative herausgibt. Mit ihren Projekten erreicht Zukunft durch Innovation schon heute jährlich über 100.000 Jugendliche.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de
http://www.zukunft-durch-innovation.nrw.de

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