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Spitzenforscher vernetzen - Neues Institut für Klimaforschung und Nachhaltigkeitsstudien

18.07.2008
Die Leibniz-Gemeinschaft begrüßt das Vorhaben der Bundesforschungsministerin Annette Schavan, in Potsdam ein Spitzeninstitut für Klimaforschung und Nachhaltigkeitsstudien einzurichten.

„Zusammen mit der Helmholtz-Gemeinschaft war die Leibniz-Gemeinschaft federführend an der Erarbeitung des Konzepts für dieses Institut beteiligt“, sagt Ernst Theodor Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Rietschel weiter: „Ich danke insbesondere den Potsdamer Kollegen Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, und Reinhard Hüttl vom Deutschen Geoforschungszentrum GFZ.

Diese beiden sind die geistigen Väter des neuen Instituts.“ Bei der Konzeption waren von Anfang an die Forschungsorganisationen einbezogen, die sich in der Allianz zusammengeschlossen haben. „Das neue Institut wird von einem breiten Konsens der Allianz-Organisationen getragen“, sagt Ernst Rietschel.

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, sagt: „Wir brauchen unbedingt ein Exzellenzinstitut für Klima- und Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland, das die Potenziale der vorhandenen Einrichtungen ergänzt.“ Die Initiative der Bundesministerin Schavan greife eine Idee auf, die die Teilnehmer der Nobelpreisträger-Konferenz im vergangenen Jahr im Potsdam-Memorandum formuliert haben. „Es gilt, die klügsten Köpfe und begabte junge Forscherinnen und Forscher dafür zu gewinnen, die Wissensbasis für das Wohlergehen kommender Generation zu schaffen“, fordert Schellnhuber. Der PIK-Direktor weiter: „Um exzellente Wissenschaftler aus aller Welt zu Gastaufenthalten einladen zu können, sollte hier eine Art Research-Hotel entstehen.“

Die Forschungseinrichtung soll mit ganz neuen Ansätzen Spitzenwissenschaftler aus aller Welt anziehen, die bei längeren Gastaufenthalten zusammen mit einem festen Stamm von Potsdamer Forschern an drängenden Fragen zu Klima und Nachhaltigkeit arbeiten. Die Vernetzung mit den existierenden Einrichtungen auf dem Potsdamer Telegrafenberg – neben dem PIK auch die Helmholtz-Zentren Geoforschungszentrum und die Außenstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung – ist ebenfalls fester Bestandteil des Forschungskonzepts.
Hans Joachim Schellnhuber zu dem Konzept: „Das Exzellenzinstitut sollte zielgerichtet die Fragen angehen, die für die ,Große Transformation’

beantwortet werden müssen, die Umgestaltung der Gesellschaft zur Nachhaltigkeit. Potsdam bietet mit den hier angesiedelten Instituten, etwa dem Geoforschungszentrum, der Universität Potsdam und dem PIK, ein ideales Umfeld.“ Wichtig sei, so Schellnhuber, „dass die Initiative der Ministerin nun entschlossen und mit ausreichender finanzieller Ausstattung umgesetzt wird. Die Leibniz-Gemeinschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft und die weiteren Partner in der Allianz der Forschungsverbünde werden das Vorhaben nach Kräften unterstützen.“

Weitere Auskünfte zu dem Konzept:
Dr. Jörg Pietsch, PIK, 0331 / 288-2402
Dr. Bernd-Uwe Schneider, GFZ, 0331 / 288-1061

Josef Zens | Leibniz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

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