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Zwei Millionen Euro Förderung für Berliner Hirnforscher

09.07.2008
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience Berlin (BCCN Berlin) mit weiteren zwei Millionen Euro.

Die Fördermittel dienen der Beschaffung eines Magnetresonanztomographen (MRT), eines modernen Großgerätes zur Erforschung des menschlichen Gehirns. Das Fördervolumen des BCCN Berlin konnte dadurch um 20 Prozent erhöht werden.

Mit der so genannten funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT)können Wissenschaftler dem menschlichen Gehirn direkt bei der Arbeit zusehen. Mit dieser Technik lässt sich messen, welche Bereiche des Gehirns aktiv sind, wenn ein Proband bestimmte Aufgaben ausführt oder Sinnesreize verarbeitet. Weil mit der fMRT Messungen ohne Eingriffe am intakten, denkenden menschlichen Gehirn möglich sind, gelten solche Messverfahren als zentrale Zukunftstechnologie in den Neurowissenschaften.

"Dadurch können wichtige Fragen zum Zusammenhang zwischen Gedanken und Hirnaktivität untersucht werden: Wie entstehen Entscheidungen im Gehirn? Wo im Gehirn werden Absichten abgespeichert? Was ist Bewusstsein?", sagt Professor John-Dylan Haynes, Koordinator für funktionelle Bildgebung am BCCN Berlin. Mit dem neuen Gerät soll der Forschungsbereich "Computational Neuroimaging" im Zentrum entscheidend gestärkt werden.

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Hierunter versteht man die Kombination innovativer mathematischer Verfahren mit Daten aus der funktionellen Bildgebung, insbesondere der fMRT. "Dies soll zur Entwicklung neuer technologischer Anwendungen wie zum Beispiel Neuroprothesen oder Implantaten führen. In Zukunft sollen so beispielsweise Armprothesen mit Gedankenkraft gesteuert werden", erklärt Haynes.

Das Bernstein Zentrum Berlin ist ein Verbundprojekt, benannt nach Julius Bernstein, dem Begründer der "Membrantheorie". Am BCCN Berlin sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin, die Charité, das Max-Delbrück Zentrum, das Fraunhofer First und das Wissenschaftskolleg zu Berlin beteiligt. Es gehört zum "Nationalen Netzwerk für Computational Neuroscience" (NNCN) und wurde im Jahr 2004 zusammen mit vier anderen Bernstein Zentren durch die Förderung des BMBF gegründet.

Christoph Lang | Berlin Partner GmbH
Weitere Informationen:
http://www.berlin-partner.de/wissenschaft
http://www.berlin-sciences.com

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