Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GSaME realisiert die Vision einer exzellenten dualen wissenschaftlichen Ausbildung

07.07.2008
Spitzenforschung für die Produktion - Top-Ausbildung für Manager, Ingenieure und Wissenschaftler

Mit der Gründung der GSaME - Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering an der Universität Stuttgart ist eine Vision Realität geworden. Die Idee von GSaME ist die nachhaltige Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen des advanced Industrial Engineering und eine interdisziplinäre Spitzenausbildung von Managern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Einzigartig ist dabei das duale System für Doktoranden, bei dem sich wissenschaftliche Ausbildungsphasen mit Forschungsphasen in der Industrie abwechseln.

Im Herbst 2007 wurde GSaME von internationalen Experten als exzellent begutachtet und wird seitdem im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gefördert. Das Budget der Graduiertenschule beträgt etwa 2,5 Millionen Euro pro Jahr, die Hälfte davon trägt die DFG. Die GSaME ist eine eigenständige zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Stuttgart. Die Promotionszeit ist auf vier Jahre begrenzt. Am 1. April ging die Graduiertenschule mit acht Doktoranden an den Start, derzeit sind es 26 Doktoranden, darunter sechs Frauen und acht internationale Doktoranden. Ziel ist es, bis Ende 2008 60 Doktoranden in der Graduiertenschule GSaME zu betreuen.

"Die im Zuge der Exzellenzinitiative eingerichtete "Graduate School for advanced Manufacturing Engineering" in Stuttgart ist eine der zukunftsweisenden Graduiertenschulen in den Ingenieurwissenschaften. Modellhaft ist vor allem der fächerübergreifende Ansatz sowie die Option für Doktoranden, zu 50 Prozent ihrer Promotionsphase in Projekten der Industrie zu forschen", so der DFG-Präsident Prof. Matthias Kleiner.

... mehr zu:
»GSaME »Graduiertenschule

"Mit der Gründung der GSaME wird der Grundstein gelegt zum einen für die nachhaltige weitere Erforschung von intelligenten Produktions- und Fertigungstechniken und zum anderen für eine interdisziplinäre Spitzenausbildung von Managern, Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sie für die globalen Herausforderungen der 'Fabriken der nächsten Generation' qualifiziert", betonte der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel. "Damit leistet die GSaME einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des neuen Forschungsprofils der Universität Stuttgart, das unter anderem die Erforschung des gesamten Produktentstehungs- und -lebenszyklus entlang der Prozesskette sowie den Wissenstransfer in die industrielle Praxis zum Ziel hat."

Keine ist wie GSaME
Mit ihrem wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des "advanced Manufacturing Engineering" und einem von Grund auf neuen Ansatz in der interdisziplinären Forschung wird neue Wertschöpfung generiert. Durch die enge Kooperation mit der Industrie im "dualen wissenschaftlichen System" geht GSaME einen neuartigen Weg in der Produktionsforschung in Deutschland und Europa. Die Doktoranden arbeiten und studieren in ständigem Wechsel. Die Forschungsarbeiten werden an den Universitätsinstituten, bei den Industriepartnern beziehungsweise den Fraunhofer-Instituten durchgeführt. Zudem gibt es die Möglichkeit, Forschungsergebnisse während eines Praktikums in der Industrie beziehungsweise bei den Fraunhofer-Instituten umzusetzen.

Fünf Kernelemente zeichnen GSaME aus: ein neues Kern- und clusterspezifisches Programm, die innovative Lernfabrik für advanced Industrial Engineering, Industry best-practice, Internationalität und interdisziplinäre Forschungsthemen. Der an der Universität Stuttgart völlig neue strukturelle Ansatz gewährt der Graduiertenschule weitgehende Autonomie was Lehrpläne, Struktur, Organisation und Finanzen betrifft.

Interdisziplinäre Forschungscluster
Die interdisziplinäre Forschung an der GSaME hat den Anspruch, Antworten auf die Frage zu geben, wie Unternehmen turbulenten Märkten, steigenden Produktvarianten und sinkenden Innovationszyklen dynamisch begegnen können. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurden in GSaME acht verschiedene Forschungscluster definiert, denen jeweils ein Professor als Direktor vorsteht. Das "Stuttgarter Unternehmensmodell" ist dabei die Grundlage für die gesamten Forschungsarbeiten. Weitere Cluster befassen sich mit den Bereichen: Digitales und Virtuelles Engineering, Material- und Prozessengineering, Netzwerke in der Produktion, Informations- und Kommunikationstechnologien für die Produktion, Wissensbasiertes Management; Intelligente Produktionseinrichtungen; Nachhaltigkeit für die Produktion.

Jeder angenommene Doktorand der Graduiertenschule erhält ein Stipendium. Die Stipendien haben eine Höchstlaufzeit von vier Jahren, müssen jedoch bis zum dritten Jahr jährlich verlängert werden. Diese Verlängerungen basieren auf Assessments, welche die Teilnahme am wissenschaftlichen Programm sowie die erfolgreiche Bearbeitung des Forschungsprojektes und der Dissertation umfasst.

Die Beziehungen der Graduiertenschule zu internationalen Forschungsorganisationen und 40 internationalen Universitäten, ihre internationale "Summer School" und jährliche internationale Konferenzen garantieren die Vernetzung mit der Produktionsforschung in der ganzen Welt. Ein Austauschprogramm für Doktoranden und Gasthörer ermöglicht es den Mitgliedern der Schule, selbst Erfahrung in Forschung und Lehre in anderen Ländern zu sammeln. Die Vorlesungen und Seminare von GSaME sind auf kulturelles Management und Führungsqualitäten fokussiert. Selbstverständlich ist GSaME offen für alle interessierten Doktoranden weltweit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau einer internationalen Doktorandenkultur, die sich bis in die Freizeit ausdehnen soll.

Fraunhofer-Institute, Firmen und Stiftungen als Partner
Die 17 Institute der Universität Stuttgart mit ihren 29 Professoren aus vier Fakultäten tragen die Graduiertenschule nicht alleine. Die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, die Firmen DaimlerAG, MTU Friedrichshafen GmbH, MTU Maintenance GmbH, Robert Bosch GmbH, Siemens AG, Trumpf GmbH & Co.KG, WITTENSTEIN AG, Leitz GmbH & Co. KG, und Audi AG sowie die VDMA IMPULS Stiftung und die Hans-Böckler-Stiftung gestalteten als Partner der GSaME Inhalte und Struktur von Anfang an mit.
Kontakt:
Dr.-Ing. Vera Hummel, Geschäftsführung
Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Tel. ++49 (711) 685-61801, vera.hummel@gsame.uni-stuttgart.de
Dipl.-Wirtsch. Petra Langbein, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. ++49 (711) 685-61869, petra.langbein@gsame.uni-stuttgart.de

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsame.uni-stuttgart.de

Weitere Berichte zu: GSaME Graduiertenschule

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise