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07.07.2008
BMBF-Staatssekretär zieht positive Bilanz zum Human Frontier Science Programm / 5000 Wissenschaftler aus aller Welt haben bisher profitiert

Deutschland profitiert außerordentlich von einem weltweit einzigartigen und von vielen Staaten gemeinsam finanzierten Programm zur Förderung internationaler Zusammenarbeit in den Lebenswissenschaften.

Diese Bilanz zog Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), anlässlich des Jahrestreffens des Human Frontier Science Programm (HFSP) vom 6. bis 9. Juli in Berlin.

"Über das HFSP können exzellente Wissenschaftler mit Kollegen aus den besten Laboren der Welt zusammenarbeiten. Von den über 5000 Forscherinnen und Forschern aus der ganzen Welt, die seit der Gründung des Programms vor 18 Jahren unterstützt wurden, stammen fast 600 aus Deutschland.

Angesichts der strengen wissenschaftlichen Auswahlkriterien ist das Ansporn und Auszeichnung für die Lebenswissenschaften in Deutschland", sagte Rachel am Montag in Berlin. "Wir wollen als Gastland für Stipendiaten noch attraktiver werden und die besten Forscherinnen und Forscher der Welt anziehen." Deutschland hat bisher über das BMBF rund 30 Millionen Euro für das international finanzierte Programm beigesteuert. Bis zum Jahr 2012 wird das BMBF weitere 14 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Das Jahrestreffen des HFSP findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Rund 300 Teilnehmer aus mehr als 25 Ländern tauschen sich hier über den neuesten Stand ihrer Forschungsprojekte aus. HFSP-Generalsekretär ist seit acht Jahren der Neurowissenschaftler und Medizin-Nobelpreisträger Torsten Wiesel. In Berlin wird er seinen Nachfolger vorstellen: Ab 2009 wird Ernst-Ludwig Winnacker, langjähriger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und derzeit Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates, den Posten des Generalsekretärs übernehmen. Zu seiner Nominierung sagte BMBF-Staatssekretär Rachel: "Für Deutschland ist es eine große Ehre, dass das HFSP einen so erfahrenen deutschen Wissenschaftsmanager zum Generalsekretär berufen hat."

Das HFSP geht auf eine Anregung Japans auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Venedig 1987 zurück. Seit der Gründung im Jahr 1989 haben über 5000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 60 Ländern am HFSP teilgenommen. Dabei wurden rund 2300 Einzelstipendien vergeben sowie 760 Arbeitsgruppen mit insgesamt knapp 3000 beteiligten Forscherinnen und Forschern unterstützt. Gefördert werden Projekte der Grundlagenforschung zur Aufklärung komplexer Mechanismen lebender Organismen. Die Finanzierung wird von Japan, den USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada, Frankreich, der Europäischen Union, Schweiz, Australien, Neuseeland, Indien, Republik Korea und seit neuestem auch Norwegen gemeinsam getragen. Von 1989 bis einschließlich 2008 wurden rund 550 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.biotechnologie.de
http://www.bmbf.de/press/2330.php

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