Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr FH-Professorinnen durch neue Medien

08.07.2002


Neue Medien - neue Chancen. Diese Idee steht hinter der neuen Internet-Datenbank "FH-Professorin", die Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Weg zu einer Professur an einer Fachhochschule ebnen soll. Die Datenbank ist eine Börse zur Vermittlung von Stellen- und Qualifizierungsangeboten sowie von Kontakten rund um die FH-Professur. Sie gehört zu einer umfassenden Website, die zahlreiche Informationen zur Gleichstellung von Frau und Mann an Fachhochschulen leicht zugänglich macht. Schwerpunkte liegen auf praxisnahen Tipps für den Weg zur FH-Professur und Hinweisen auf geeignete Finanzierungsmöglichkeiten wie das FH-spezifische Mathilde-Planck-Programm.



Im nächsten Jahrzehnt sind bundesweit über 5.000 FH-Professuren neu zu besetzen. Das eröffnet die Chance, den Frauenanteil bei den Professuren spürbar anzuheben - deutlich über die bescheidene Marke von 10 Prozent hinaus, die im Bundesdurchschnitt erst vor Kurzem überschritten wurde und in manchen Bundesländern noch nicht einmal erreicht ist. Zur Abhilfe wurden in den letzten Jahren von der Politik diverse Sonderprogramme aufgelegt.

... mehr zu:
»Website


Besonders innovativ ist eine professionelle Online-Datenbank, die in diesen Tagen ans Netz ging. Sie bildet eine Vermittlungs- und Kontaktbörse rund um die FH-Professur für den gesamten deutschen Sprachraum. Akademikerinnen auf dem Weg zur FH-Professur finden hier passende Stellen- und Qualifizierungsangebote, Fachhochschulen und Arbeitgeber in der Berufspraxis geeignete Bewerberinnen. Die Datenbank ist Teil einer Website, die zahlreiche Informationen zur Frauenförderung an Fachhochschulen leicht zugänglich macht. Der Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Tipps und Leitfäden, die Frauen für eine Bewerbung als FH-Professorin fit machen. Auch für Schülerinnen und Studentinnen, Professorinnen und Professoren, Politik und Öffentlichkeit gibt es Wissenswertes. Dazu gehören etwa wissenschaftliche Beiträge zur Einbeziehung der Frauenförderung in die leistungsorientierte Hochschulfinanzierung.

Bundesweit einzigartig ist auch das Mathilde-Planck-Programm, das passgenau auf die Besonderheiten der Fachhochschulen zugeschnitten ist. Aus dem 1997 aufgelegten Lehrauftragsprogramm werden in Kürze mindestens 17 Frauen als Professorinnen berufen sein. Frauen, die eine FH-Professur anstreben, können über das Programm künftig auch ihre Promotion nachholen oder (wieder) in die Berufspraxis außerhalb der Hochschule einsteigen. Unternehmen und Non-Profit-Organisationen bekommen darüber Zugang zu qualifizierten Fach- und Führungskräften, Fachhochschulen können ihre Forschungsaktivitäten und Praxiskontakte ausbauen. Das Programm gilt in Baden-Württemberg, kann aber auch von Akademikerinnen aus anderen Ländern genutzt werden. Es ist nach der in Ulm geborenen Frauenrechtlerin und Politikerin Mathilde Planck (1861-1955) benannt; sie gehörte zu den ersten weiblichen Abgeordneten im württembergischen Landtag und erhielt als erste Frau das Bundesverdienstkreuz.

"Die neuen Angebote werden die Chancen von Frauen auf eine FH-Professur überall spürbar verbessern. Sie sind besonders erfolgversprechend und effizient, weil sie auf Eigeninitiative bauen und Eigeninteressen aktivieren", urteilt Prof. Dr. Margot Körber-Weik, die Sprecherin der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Die Landeskonferenz hatte die Neuerungen vorgeschlagen, das Wissenschaftsministerium finanziert sie über das Bund-Länder-Sonderprogramm für Hochschulen und Wissenschaft.

Ausführliche Informationen zu Datenbank, Mathilde-Planck-Programm und vielem Anderem finden Interessierte auf der Website der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Fachhochschulen in Baden-Württemberg: www.gleichstellung-fh-bw.de. Ergänzende Auskünfte erteilt die Koordinierungsstelle, die an der (Tel. 07331/22-485).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Margot Körber-Weik,
Landessprecherin der Frauenbeauftragten an Fachhochschulen in Baden-Württemberg, Koordinierungsstelle, FH Nürtingen, Standort Geislingen, Postfach 12 51,
73302 Geislingen/Steige, Tel. (07331)22-485 oder (07121)240584,
E-Mail: koerber-weik@fh-nuertingen.de oder lakoffhbw@asg.fh-nuertingen.de


Gerhard Schmuecker | idw
Weitere Informationen:
http://www.gleichstellung-fh-bw.de

Weitere Berichte zu: Website

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise