Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesregierung investiert in Forschung so stark wie nie zuvor

21.05.2008
Schavan legt Bundesbericht Forschung und Innovation 2008 vor

Die Bundesregierung gibt so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus wie nie zuvor: In diesem Jahr werden es voraussichtlich 11,2 Milliarden Euro sein. Damit steigen die Bundesausgaben um fast ein Viertel gegenüber dem Jahr 2005 (9,0 Milliarden Euro).

Das geht aus dem Bundesbericht "Forschung und Innovation 2008" hervor, den Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch im Kabinett vorlegte. "Forschung und Innovation in Deutschland sind auf Expansionskurs. Nur durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern wir Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Wohlstand in Deutschland", sagte Schavan. "Wir brauchen daher auch in Zukunft erhebliche Anstrengungen und müssen die Wachstumskräfte in Deutschland weiter stärken. Forschung und Innovation bleiben eine hohe Priorität der Bundesregierung.

Wir sind uns einig und werden auch 2009 die Investitionen dafür steigern. Wir halten am Drei-Prozent-Ziel fest." Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von Staat und Wirtschaft sollen danach bis 2010 zusammen drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen.

... mehr zu:
»FuE »KMU

Der "Bundesbericht Forschung und Innovation" informiert umfassend über die Förderung von Forschung und Innovation in Deutschland durch Bund, Länder und EU. Er nimmt gleichzeitig zu zentralen Aussagen des Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation Stellung, das im Februar 2008 erstmals an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Schavan übergeben wurde. "Das Gutachten der unabhängigen Experten hat bestätigt: Die Hightech-Strategie der Bundesregierung mobilisiert private Investitionen der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung. Das Innovationsklima in Deutschland hat sich nachhaltig verbessert", sagte Schavan. "Unsere Investitionen setzen an der richtigen Stelle an." Nach Jahren der Stagnation sind die internen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft 2007 gegenüber 2005 um 4,2 Milliarden Euro auf 42,8 Milliarden Euro gewachsen, wie Plandaten des Stifterverbandes zeigen. Für 2008 wird ein weiteres Wachstum prognostiziert.

"Grundlage des deutschen Innovationssystems ist die leistungsfähige Wissenschaft. Hier sind wir hervorragend aufgestellt", betonte Schavan. "Mit einer starken Wissenschaft begegnen wir dem Fachkräftemangel, der sich in manchen Branchen ankündigt." Die deutsche Hochschullandschaft habe durch die Exzellenzinitiative an Dynamik und Profil gewonnen. Der Pakt für Forschung und Innovation schaffe Planungssicherheit und neue Freiräume für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Insgesamt werden die Mittel des Bundes zur Forschungsförderung für Hochschulen sowie Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gemeinschaft und Deutsche Forschungsgemeinschaft 2008 im Vergleich zu 2005 um 42,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gesteigert.

Der Bundesbericht zeigt: Die Forschungsförderung setzt dort an, wo Innovationen den Menschen nützen. Dazu zählt der Bereich Gesundheit, wo die Fördermittel des Bundes im Jahr 2008 voraussichtlich 620 Millionen Euro betragen werden. Das sind um 15 Prozent mehr als 2005. Mit neuen Forschungsinitiativen zum Beispiel im Bereich der Durchleuchtung lebender Zellen mit Hilfe molekularer Bildgebung werden sehr viel frühere Diagnosen und bessere Therapien möglich. Für den Klima- und Ressourcenschutz werden im Jahr 2008 die Mittel für die Forschungsförderung im Bereich Energie 538 Millionen Euro betragen und gegenüber 2005 um 22 Prozent ansteigen.

Auch die Voraussetzungen für das Jobwachstum in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden verbessert. Die Förderung von Forschung und Innovation zugunsten von KMU wurde von 2005 bis 2007 um 20 Prozent auf rund 750 Millionen Euro ausgebaut. Sie soll in den kommenden Jahren um weitere zehn Prozent pro Jahr steigen.

Der Bundesbericht "Forschung und Innovation 2008" steht im Internet unter http://www.bmbf.de/pub/bufi_2008.pdf zum Download bereit

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/
http://www.bmbf.de/pub/bufi_2008.pdf

Weitere Berichte zu: FuE KMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise